Hockey WM

Themen rund um den SCB.
greenie
User
Beiträge: 3300
Registriert: Di 23. Okt 2012, 21:19

Re: Hockey WM

Beitrag von greenie » Mo 1. Jun 2026, 14:08

sbangerter hat geschrieben:
> Reto Müller und Philippe Furrer sind Fanboys und keine Kommentatoren. Viel
> zu viel Geschwafel und zu wenig Substanz. Die Begeisterung ist schön und
> gut, aber die permanente Verwendung von Superlativen (va. Furrer:
> wahnsinnig, enorm, eindrücklich, unglaublich, weltklasse etc.) ist einfach
> nur nervig. Furrer nimmt sich viel zu wichtig und im Vgl. zu Rottaris und
> Billeter machen Müller und Furrer besseres Schüler TV. Kenne diverse ex
> Spieler von Furrer, welche den Geltungsdrang der früheren SCB Nr. 29 schon
> damals belächelt haben. Dasselbe gilt auch für die Retired Numbers: der
> Schnurri aus FR hat es dank viel Vitamin und jahrelangem Lobbieren
> letztendlich auch noch unter das PFA Hallendach geschafft. Nun arbeitet er
> sicher bereits an der Aufnahme in der IIHF Hall of Fame. Sei es auch nur
> als Pausenclown.

Könnte es sein, dass Du persönlich etwas gegen Furrer hast? :lol: Also so schlecht haben Müller und Furrer nicht kommentiert, aber wo ich gleicher Meinung bin, und das gilt eigentlich auch für Fetscherin etc., die ritten alle auf einer viel zu grossen und übertriebenen medialen Hypewelle. Etwas weniger sich selber feiern wäre manchmal wirklich mehr gewesen. Und im Hintergrund natürlich die im Mittelalter zurückgebliebene Chefetage, die immer noch siezen mit Interviewgästen befiehlt. Paradebeispiel Fetscherin / Ambühl. Am Spenglercup wie es sich gehört per Du, gestern die Fetscherin wieder per Sie. Aber über alles gesehen war es eine tolle WM, und da haben die vom Fernsehen auch ihren Anteil geleistet. Ausser gestern, wo SRF Sport bei der trotz im Programm angegeben Uebertragung des Bronzemedalgames mit der Nichtübertragung (wohl wegen so einem Tennissesselfurzerfanfritzen in der Programmredaktion) total blamierte, nur weil eine Schweizerin dabei war bei diesem Einzelsport wurde Eishockey gestrichen, das unwichtige Tennisspiel aber fast zwei Stunden verzögert anfing und sie trotzdem statt Eishockey dafür Schweizer Berge und Landschaften zeigten... :mrgreen:
Zur WM und dem leider enttäuschenden Schluss bin ich ziemlich haargenau gleich bei Forsberg.
Peter Forsberg, der in der Schweiz lebt, meinte, dass die Nati sich nicht wirklich traue, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. «Im Final lassen sie etwas nach. Der Beweis dafür ist, dass man in drei Finals kein Tor erzielt», bringt es der 52-Jährige auf den Punkt.
Ich verstehe es seit zig Jahren schlicht nie und nimmer, weshalb Schweizer Teams, egal ob Clubteams oder Nationalmannschaften, egal in welcher Sportart, Gruppen- oder Qualifikationsspiele blitzsauber dominieren, bestimmen, wer das Sagen hat, sie nach Hause bringen und sich so bis in Finals vorkämpfen. Und dann ist man im Final und ändert urplötzlich die Taktik, da spielt man vorher in jedem Spiel auf Sieg, gibt Gas, aber dann im Final wie auch gestern wieder spielt man mal zuerst so, um das Spiel nicht zu verlieren und macht nicht zu viel im Angriff nach vorne. Die ersten 30 Minuten waren gestern auch in diesem Punkt wieder recht ärgerlich, und das mit dem absoluten "Höhepunkt", um in 2 Minuten doppelter Ueberzahl vor lauter bös gesagt Angsthaseneishockey keinen wirklich vernünftigen Abschluss hinzukriegen. Ab Spielhälfte besserte sich das dann, man kreierte genug gute bis sehr gute Chancen, um das Spiel in die richtigen Bahnen zu lenken, versagte aber zu 100%. Und dass dann in der Verlängerung der Puck noch an die Latte flog (ich weiss, die Finnen hatten einen Pfostenschuss, aber das interessiert mich eigentlich nicht wirklich) war fast ein wenig Karma und das 0:1 logische Folge.
Schade für einen ansonsten tiptoppen Auftritt der Schweizer Nati, für mich eigentlich aufgrund des Turnierverlaufs der einzig wahre und verdiente Weltmeister. Aber hat wieder nicht sollen sein, hoffentlich zieht man jetzt endlich die Lehren für ein nächstes Mal und tritt dann auch in einem Final von der ersten Minute so an, wie man in den vorherigen Spielen auftrat und spielt von Anfang an auf Sieg und nicht auf ja nicht verlieren wollen. Und dann wird das klappen. Abgesehen jetzt öppe noch jammer von so wegen wir haben aktuell eine "goldene Generation", was, wenn diese Spieler weg sind. Die nächste WM ist in einem Jahr, also werden die ja wohl kaum alle nicht mehr da sein.

Talisker
User
Beiträge: 7095
Registriert: Do 11. Okt 2012, 22:51

Re: Hockey WM

Beitrag von Talisker » Mo 1. Jun 2026, 14:43

Ich habe das jetzt nicht so stark gewichtet, aber Reto Müller und P. Furrer wirkten schon eher wie Einheizer im Fanzelt, und liessen vor lauter Euphorie oft die sachliche Einordnung vermissen. Andersrum gäbe es aber wahrscheinlich Vorwürfe, sie seien zu griesgrämig gewesen, hätten keine Zuversicht verströmt etc. - für Zuschauer ohne sonderliche Neigung zum Hockey war es vermutlich unterhaltend, wer mehr Hockey schaut hat auch selber gemerkt, wie der Hase läuft. War auch hin und wieder auf dem deutschen Kanal dabei, und die machten es nicht schlecht. Wäre das deutsche Team besser gewesen, wäre wohl auch mehr Lokalpatriotismus von Krupp, Ustorf & Co. gekommen.

Und nein, ich habe nichts gegen P. Furrer. Dass aber einer, der jahrelang "weg" gewesen ist und bei Gottéron und Lugano mehrere Saisons bestritten und dort die Karriere beendet hatte dann noch ein Abschiedsspiel in Bern will, habe ich bis heute nicht begriffen. Und noch weniger, dass man in der SCB-Teppichetage solche Absurditäten noch unterstützt. Aber wenigstens passt(e) diese Groteske zu den anderen Totalaussetzern der SCB-Führung.

Online
sbangerter
User
Beiträge: 2712
Registriert: Mi 10. Okt 2012, 20:17

Re: Hockey WM

Beitrag von sbangerter » Mo 1. Jun 2026, 15:42

Ich habe grundsätzlich nichts gegen P. Furrer, aber kann Leute nicht ausstehen, welche sich zu wichtig nehmen. Er ist Co-Kommentator und nicht Showmaster. Reichert und auch Du Bois haben ihre Sache wie immer sehr gut gemacht, während Weber halt schon etwas spröde ist und als Hockeydinosaurier mittlerweile aus der Zeitung gefallen ist. Und Fetscherin ist mir 10x lieber als Lukas Studer, Paddy Kälin oder Sascha Ruefer.
How would you like a job where, every time you make a mistake, a big red light goes on and 18,000 people boo? Jacques Plante

Antworten