> Reto Müller und Philippe Furrer sind Fanboys und keine Kommentatoren. Viel
> zu viel Geschwafel und zu wenig Substanz. Die Begeisterung ist schön und
> gut, aber die permanente Verwendung von Superlativen (va. Furrer:
> wahnsinnig, enorm, eindrücklich, unglaublich, weltklasse etc.) ist einfach
> nur nervig. Furrer nimmt sich viel zu wichtig und im Vgl. zu Rottaris und
> Billeter machen Müller und Furrer besseres Schüler TV. Kenne diverse ex
> Spieler von Furrer, welche den Geltungsdrang der früheren SCB Nr. 29 schon
> damals belächelt haben. Dasselbe gilt auch für die Retired Numbers: der
> Schnurri aus FR hat es dank viel Vitamin und jahrelangem Lobbieren
> letztendlich auch noch unter das PFA Hallendach geschafft. Nun arbeitet er
> sicher bereits an der Aufnahme in der IIHF Hall of Fame. Sei es auch nur
> als Pausenclown.
Könnte es sein, dass Du persönlich etwas gegen Furrer hast?
Zur WM und dem leider enttäuschenden Schluss bin ich ziemlich haargenau gleich bei Forsberg.
Peter Forsberg, der in der Schweiz lebt, meinte, dass die Nati sich nicht wirklich traue, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. «Im Final lassen sie etwas nach. Der Beweis dafür ist, dass man in drei Finals kein Tor erzielt», bringt es der 52-Jährige auf den Punkt.
Ich verstehe es seit zig Jahren schlicht nie und nimmer, weshalb Schweizer Teams, egal ob Clubteams oder Nationalmannschaften, egal in welcher Sportart, Gruppen- oder Qualifikationsspiele blitzsauber dominieren, bestimmen, wer das Sagen hat, sie nach Hause bringen und sich so bis in Finals vorkämpfen. Und dann ist man im Final und ändert urplötzlich die Taktik, da spielt man vorher in jedem Spiel auf Sieg, gibt Gas, aber dann im Final wie auch gestern wieder spielt man mal zuerst so, um das Spiel nicht zu verlieren und macht nicht zu viel im Angriff nach vorne. Die ersten 30 Minuten waren gestern auch in diesem Punkt wieder recht ärgerlich, und das mit dem absoluten "Höhepunkt", um in 2 Minuten doppelter Ueberzahl vor lauter bös gesagt Angsthaseneishockey keinen wirklich vernünftigen Abschluss hinzukriegen. Ab Spielhälfte besserte sich das dann, man kreierte genug gute bis sehr gute Chancen, um das Spiel in die richtigen Bahnen zu lenken, versagte aber zu 100%. Und dass dann in der Verlängerung der Puck noch an die Latte flog (ich weiss, die Finnen hatten einen Pfostenschuss, aber das interessiert mich eigentlich nicht wirklich) war fast ein wenig Karma und das 0:1 logische Folge.
Schade für einen ansonsten tiptoppen Auftritt der Schweizer Nati, für mich eigentlich aufgrund des Turnierverlaufs der einzig wahre und verdiente Weltmeister. Aber hat wieder nicht sollen sein, hoffentlich zieht man jetzt endlich die Lehren für ein nächstes Mal und tritt dann auch in einem Final von der ersten Minute so an, wie man in den vorherigen Spielen auftrat und spielt von Anfang an auf Sieg und nicht auf ja nicht verlieren wollen. Und dann wird das klappen. Abgesehen jetzt öppe noch jammer von so wegen wir haben aktuell eine "goldene Generation", was, wenn diese Spieler weg sind. Die nächste WM ist in einem Jahr, also werden die ja wohl kaum alle nicht mehr da sein.