Pressemeldungen
Re: Pressemeldungen
BZ: (habe den abo-artikel zugesant bekommen, danke dafür):
Abo SC Bern
Zwei neue Ausländer – und es zeichnet sich wieder eine «besondere» Goalielösung ab
Der SCB holt in Abwehr und Sturm je einen Nordamerikaner. Zudem arbeitet er an einem Dreieck-Wechselspiel, das ihm am Ende einen Goalie mehr bescheren könnte als wirklich benötigt.
In Kürze:
Ramon Untersander, Captain seit zwei Saisons, muss den SCB trotz Vertrag verlassen.
Neu kommen Verteidiger Ian Mitchell sowie Flügelstürmer Sonny Milano zum SCB.
Ein möglicher Dreieck-Deal könnte Goalie Connor Hughes von Lausanne nach Bern bringen.
Vor knapp zwei Wochen sorgte der SC Bern für Schlagzeilen, die er damals nicht kommentieren wollte. Nun bestätigt der SCB: Verteidiger Ramon Untersander (35), seit 2015 in Bern und seit zwei Saisons Captain muss sich trotz Vertrag bis 2028 einen neuen Club suchen, genauso wie Stürmer Joël Vermin (34), der noch bis 2027 an den SCB gebunden wäre.
Ebenfalls gehen muss Hardy Häman Aktell (27). Der schwedische Verteidiger hätte ebenfalls einen weiterlaufenden Vertrag bis nächsten Sommer, er wäre aber wegen einer Hüftoperation bis mindestens November ausgefallen. Seine erste volle Saison im SCB war eine mit viel Auf und Ab.
Betreffend Vertragsauflösung befindet sich der SCB mit allen drei Akteuren im juristischen Powerplay, das auch dadurch beeinflusst wird, wohin und zu welchen Konditionen sie zu einem neuen Club wechseln. Für den SCB dürften diese forcierten Abgänge kaum billig werden.
Mitchell und Milano kommen
Zumindest für Häman Aktell gibt es bereits Ersatz: Ian Mitchell wird von der Syracuse Crunch nach Bern kommen, aktuell bestreitet der 27-jährige Kanadier das AHL-Playoff mit seinem Club. Der rechts schiessende, 1,83 grosse Mitchell ist ein mobiler Allrounder und war 2017 ein Zweitrunden-Draftee Chicagos, pendelte als Profi aber sechs Jahre zwischen NHL und Farmteam hin und her. Am Ende kam er auf 110 NHL- und 233 AHL-Spiele.
Und auch im Sturm kommt ein neuer Ausländer. Den Abgang Victor Ejdsells (zurück zu Jugendclub Färjestads) kompensiert der SCB mit Sonny Milano (29). Ursprünglich ein Erstrundendraft, spielte der linke Flügelstürmer zuletzt ebenfalls in der AHL bei Hershey, wo er in 16 Spielen auf 13 Punkte kam. Der flinke Angreifer mit dem Vorwärtsdrang wird die SCB-Offensive beleben. Er ist eher im Powerplay als im Penalty Killing zu erwarten …
Nebst Neuzuzügen gibt es beim SCB auch Vertragsverlängerungen. Marc Marchons Kontrakt bis 2027 verlängerte sich wegen einer Klausel automatisch um ein weiteres Jahr. Zudem bleiben Verteidiger Samuel Kreis (32) und Stürmer Emil Bemström (26) dem SCB erhalten. Es sind Weiterverpflichtungen, die nicht unbedingt erwartet werden konnten.
Gerade der Schwede Bemström blieb als Import-Stürmer letzte Saison unter den Erwartungen. Im Spiel ohne Puck und defensiv allerhöchstens Durchschnitt, konnte der Rechtsschütze seine durchaus vorhandenen Qualitäten mit Stock und Puck sowie als Scharfschütze kaum zur Geltung bringen. Da er angeschlagen nach Bern kam und nie wirklich fit wirkte, erhofft man sich beim SCB nun mit einer richtigen Saisonvorbereitung den «echten» Bemström zu sehen.
Das spezielle Goalie-Karussell
Ebenfalls ein weiteres Jahr bleibt Goalie-Routinier Sandro Zurkirchen (36) - und hier wird es nun interessant. Es ist nämlich nicht so, dass der SCB mit dem Duo Zurkirchen/Christof von Burg (25) plant. Bern ist nach wie vor an einem Tauschhandel mit Lausanne dran. Weil Kevin Pasche beim LHC unlängst bis 2030 verlängerte, dürfte es für seinen Konkurrenten Connor Hughes (29) trotz Kontrakt bis 2031 kaum noch eine Zukunft geben. Die beiden bildeten in Lausanne diese Saison eine 1A/1B-Lösung, wobei sich im Konkurrenzkampf der jüngere Pasche im Playoff durchsetzte.
In Lausanne ist man an einer Übernahme von Klotens Ewan Huet als neuer Backup interessiert, dieser dürfte hinter Neuzuzug Reto Berra und dem italienischen Nationalgoalie Davide Fadani nur noch die Nummer 3 beim EHC sein. Huets Vater Cristobal ist beim LHC zudem Goalietrainer.
In diesem Dreieck-Deal zögern vorerst aber alle noch mit dem ersten Schritt. So erhofft sich Lausanne immer noch einen Gegenwert aus Bern, auch wenn der Preis nicht mehr so hoch sein dürfte. Klappt alles, wäre es eine Win-Win-Win-Situation für alle Clubs.
Natürlich stellt sich sofort aus SCB-Sicht die Frage: Ist am Ende nicht Von Burg der grosse Verlierer des Ganzen? Bei der kuriosen 4-Goalie-Strategie Berns in dieser Saison kam er in der NL nie zum Zug. Er war als Leihspieler in Thurgau aber der statistisch beste Goalie der Swiss League.
Nun droht ihm also ein zweites Jahr in Folge, zwischen Stuhl und Bank zu fallen. Er dürfte zu Saisonbeginn zwar im Gegensatz zu 2025/26 eine realistische Chance auf einen Top-2-Posten erhalten. Es ist eher davon auszugehen, dass Zurkirchen als Nummer 3 und Absicherung gehalten wurde.
Denn sollte trotz Bemühungen aller Beteiligten der Dreieck-Deal nicht zustande und Hughes nicht zum SCB kommen, würde der SCB wohl auf die Variante «Ausländischer Goalie» setzen. Auch darum figuriert der Schwede Adam Reideborn trotz auslaufendem Vertrag noch nicht bei den Abgängen Berns. Affaire à suivre …
Der Vollständigkeit halber seien auch noch diese zwei neuen Verträge im Profiteam des SCB erwähnt: Aus dem U21-Team rücken Verteidiger Rolands Naglis (19) und Stürmer Daniels Serkins (18) hoch.
Und wie schon länger durchsickerte, gibt es auch im Coaching Staff des SCB Bewegung: Mit Tim Bertsche kommt aus Kloten ein neuer Goalietrainer, Assistenzcoach Pavel Rosa verlängert zudem seinen Vertrag. Wer neuer SCB-Headcoach wird, ist immer noch offen.
Abo SC Bern
Zwei neue Ausländer – und es zeichnet sich wieder eine «besondere» Goalielösung ab
Der SCB holt in Abwehr und Sturm je einen Nordamerikaner. Zudem arbeitet er an einem Dreieck-Wechselspiel, das ihm am Ende einen Goalie mehr bescheren könnte als wirklich benötigt.
In Kürze:
Ramon Untersander, Captain seit zwei Saisons, muss den SCB trotz Vertrag verlassen.
Neu kommen Verteidiger Ian Mitchell sowie Flügelstürmer Sonny Milano zum SCB.
Ein möglicher Dreieck-Deal könnte Goalie Connor Hughes von Lausanne nach Bern bringen.
Vor knapp zwei Wochen sorgte der SC Bern für Schlagzeilen, die er damals nicht kommentieren wollte. Nun bestätigt der SCB: Verteidiger Ramon Untersander (35), seit 2015 in Bern und seit zwei Saisons Captain muss sich trotz Vertrag bis 2028 einen neuen Club suchen, genauso wie Stürmer Joël Vermin (34), der noch bis 2027 an den SCB gebunden wäre.
Ebenfalls gehen muss Hardy Häman Aktell (27). Der schwedische Verteidiger hätte ebenfalls einen weiterlaufenden Vertrag bis nächsten Sommer, er wäre aber wegen einer Hüftoperation bis mindestens November ausgefallen. Seine erste volle Saison im SCB war eine mit viel Auf und Ab.
Betreffend Vertragsauflösung befindet sich der SCB mit allen drei Akteuren im juristischen Powerplay, das auch dadurch beeinflusst wird, wohin und zu welchen Konditionen sie zu einem neuen Club wechseln. Für den SCB dürften diese forcierten Abgänge kaum billig werden.
Mitchell und Milano kommen
Zumindest für Häman Aktell gibt es bereits Ersatz: Ian Mitchell wird von der Syracuse Crunch nach Bern kommen, aktuell bestreitet der 27-jährige Kanadier das AHL-Playoff mit seinem Club. Der rechts schiessende, 1,83 grosse Mitchell ist ein mobiler Allrounder und war 2017 ein Zweitrunden-Draftee Chicagos, pendelte als Profi aber sechs Jahre zwischen NHL und Farmteam hin und her. Am Ende kam er auf 110 NHL- und 233 AHL-Spiele.
Und auch im Sturm kommt ein neuer Ausländer. Den Abgang Victor Ejdsells (zurück zu Jugendclub Färjestads) kompensiert der SCB mit Sonny Milano (29). Ursprünglich ein Erstrundendraft, spielte der linke Flügelstürmer zuletzt ebenfalls in der AHL bei Hershey, wo er in 16 Spielen auf 13 Punkte kam. Der flinke Angreifer mit dem Vorwärtsdrang wird die SCB-Offensive beleben. Er ist eher im Powerplay als im Penalty Killing zu erwarten …
Nebst Neuzuzügen gibt es beim SCB auch Vertragsverlängerungen. Marc Marchons Kontrakt bis 2027 verlängerte sich wegen einer Klausel automatisch um ein weiteres Jahr. Zudem bleiben Verteidiger Samuel Kreis (32) und Stürmer Emil Bemström (26) dem SCB erhalten. Es sind Weiterverpflichtungen, die nicht unbedingt erwartet werden konnten.
Gerade der Schwede Bemström blieb als Import-Stürmer letzte Saison unter den Erwartungen. Im Spiel ohne Puck und defensiv allerhöchstens Durchschnitt, konnte der Rechtsschütze seine durchaus vorhandenen Qualitäten mit Stock und Puck sowie als Scharfschütze kaum zur Geltung bringen. Da er angeschlagen nach Bern kam und nie wirklich fit wirkte, erhofft man sich beim SCB nun mit einer richtigen Saisonvorbereitung den «echten» Bemström zu sehen.
Das spezielle Goalie-Karussell
Ebenfalls ein weiteres Jahr bleibt Goalie-Routinier Sandro Zurkirchen (36) - und hier wird es nun interessant. Es ist nämlich nicht so, dass der SCB mit dem Duo Zurkirchen/Christof von Burg (25) plant. Bern ist nach wie vor an einem Tauschhandel mit Lausanne dran. Weil Kevin Pasche beim LHC unlängst bis 2030 verlängerte, dürfte es für seinen Konkurrenten Connor Hughes (29) trotz Kontrakt bis 2031 kaum noch eine Zukunft geben. Die beiden bildeten in Lausanne diese Saison eine 1A/1B-Lösung, wobei sich im Konkurrenzkampf der jüngere Pasche im Playoff durchsetzte.
In Lausanne ist man an einer Übernahme von Klotens Ewan Huet als neuer Backup interessiert, dieser dürfte hinter Neuzuzug Reto Berra und dem italienischen Nationalgoalie Davide Fadani nur noch die Nummer 3 beim EHC sein. Huets Vater Cristobal ist beim LHC zudem Goalietrainer.
In diesem Dreieck-Deal zögern vorerst aber alle noch mit dem ersten Schritt. So erhofft sich Lausanne immer noch einen Gegenwert aus Bern, auch wenn der Preis nicht mehr so hoch sein dürfte. Klappt alles, wäre es eine Win-Win-Win-Situation für alle Clubs.
Natürlich stellt sich sofort aus SCB-Sicht die Frage: Ist am Ende nicht Von Burg der grosse Verlierer des Ganzen? Bei der kuriosen 4-Goalie-Strategie Berns in dieser Saison kam er in der NL nie zum Zug. Er war als Leihspieler in Thurgau aber der statistisch beste Goalie der Swiss League.
Nun droht ihm also ein zweites Jahr in Folge, zwischen Stuhl und Bank zu fallen. Er dürfte zu Saisonbeginn zwar im Gegensatz zu 2025/26 eine realistische Chance auf einen Top-2-Posten erhalten. Es ist eher davon auszugehen, dass Zurkirchen als Nummer 3 und Absicherung gehalten wurde.
Denn sollte trotz Bemühungen aller Beteiligten der Dreieck-Deal nicht zustande und Hughes nicht zum SCB kommen, würde der SCB wohl auf die Variante «Ausländischer Goalie» setzen. Auch darum figuriert der Schwede Adam Reideborn trotz auslaufendem Vertrag noch nicht bei den Abgängen Berns. Affaire à suivre …
Der Vollständigkeit halber seien auch noch diese zwei neuen Verträge im Profiteam des SCB erwähnt: Aus dem U21-Team rücken Verteidiger Rolands Naglis (19) und Stürmer Daniels Serkins (18) hoch.
Und wie schon länger durchsickerte, gibt es auch im Coaching Staff des SCB Bewegung: Mit Tim Bertsche kommt aus Kloten ein neuer Goalietrainer, Assistenzcoach Pavel Rosa verlängert zudem seinen Vertrag. Wer neuer SCB-Headcoach wird, ist immer noch offen.
Re: Pressemeldungen
Kreis ist ein grosses Fragezeichen! Bei Hughes bin nicht sicher, ob der wirklich in Bern landet. Ich denke eher er bleibt am Ende in Lausanne und nicht vergessen Zug sucht auch einen neuen Schlussmann. Ich lasse mich gerne eines besseren belehren und heisse Connor Hughes morgen in Bern willkommen.
Was Kreis betrifft, so wird er wohl als Def. Nummer 7 geplant.
1. Loeffel, Mitchell
2. Barandun, Rhyn
3. Füllemann, Lindholm
Was Kreis betrifft, so wird er wohl als Def. Nummer 7 geplant.
1. Loeffel, Mitchell
2. Barandun, Rhyn
3. Füllemann, Lindholm
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Prometheus
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Re: Pressemeldungen
Ist auf die Amtsübernahme von J.F. (1.5.) eigentlich nochmal eine PK geplant?
weis da jemand mehr?
weis da jemand mehr?
Re: Pressemeldungen
Irgend ein Journalist wird ja dann hoffentlich mal bei Plüss noch nachfragen von wegen den Abgängen und den Hintergründen. Offiziell ist das von Untersander und Vermin noch nicht kommuniziert.
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Prometheus
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Re: Pressemeldungen
In wiefern ist das noch nicht offiziell Komuniziert?
In der Offiziellen Pressemeldung des SCB, Steht das meiner Meinung nach ziemlich klar
In der Offiziellen Pressemeldung des SCB, Steht das meiner Meinung nach ziemlich klar
Re: Pressemeldungen
Sorry - den Abschnitt habe ich glatt überlesen…
Dennoch hoffe ich, dass Knapp & Co. dort noch etwas „nachhaken“… die lapidare Mitteilung, dass man nicht mehr mit Unti, Vermin & Aktell plane, mag für den letzteren noch angemessen + Erklärung genug sein. Bei Unti eher nicht. Andererseits werden die wahren Gründe in diesem Fall eh‘ nie öffentlich. Wäre es „nur“ eine Lohnfrage, müsste man schon sehr optimistisch sein, dass jemand den Vertrag (grösstenteils) übernimmt bzw. dass Unti da mitmachen würde.
Dennoch hoffe ich, dass Knapp & Co. dort noch etwas „nachhaken“… die lapidare Mitteilung, dass man nicht mehr mit Unti, Vermin & Aktell plane, mag für den letzteren noch angemessen + Erklärung genug sein. Bei Unti eher nicht. Andererseits werden die wahren Gründe in diesem Fall eh‘ nie öffentlich. Wäre es „nur“ eine Lohnfrage, müsste man schon sehr optimistisch sein, dass jemand den Vertrag (grösstenteils) übernimmt bzw. dass Unti da mitmachen würde.
Re: Pressemeldungen
Mir stellt sich hierzu eine Frage:
Wenn ein Spieler die Einwilligung für eine "Vertragsübernahme" geben muss, kann man diesen dann nicht einfach ausleihen oder muss er hierzu auch einverstanden sein?
Weiss hierzu jemand mehr, wie dies in den Verträgen üblich geregelt ist? Two-Way-Verträge à la NHL gibt es ja meines Wissens nicht bei uns und ich kann mir nicht vorstellen, dass bei all diesen "Fremdplatzierungen" (zB wie bei Mottet) die Spieler immer einverstanden waren.
Wenn ein Spieler die Einwilligung für eine "Vertragsübernahme" geben muss, kann man diesen dann nicht einfach ausleihen oder muss er hierzu auch einverstanden sein?
Weiss hierzu jemand mehr, wie dies in den Verträgen üblich geregelt ist? Two-Way-Verträge à la NHL gibt es ja meines Wissens nicht bei uns und ich kann mir nicht vorstellen, dass bei all diesen "Fremdplatzierungen" (zB wie bei Mottet) die Spieler immer einverstanden waren.
Re: Pressemeldungen
natürlich muss in der Schweiz ein Schweizer Spieler einverstanden sein für eine Leihe. Bei Mottet was wäre für ihn die Alternative gewesen? 1 Saison auf der Tribüne zu hocken bei Gotteron? naja, verständlich wollte er das nicht. dann spielt er halt lieber bei Aschua(andere alternativen gabs in der nl nicht mehr), dort spielt er wenigstens. bei Gotteron hätte er keine Sekunde bekommen und in die nlb zu sierre oder visp wollte er nicht. Daher wird dann halt der Spieler meistens (zähneknirschend) trotzdem zustimmen, auch wenn es teilweise nicht sein unbedingter Wunsch war. das leben ist halt oft kein wunschkonzert, das gilt auch für hochgelobte und gut bezahlte Eishockeyspieler. aber hauptsache er kann spielen und muss versauert nicht auf der Tribüne rum.
Re: Pressemeldungen
Weiss natürlich nicht, ob überhaupt Klauseln für so einen Fall in den Verträgen enthalten sind. Es müsste dann schon so Zeugs à la "...verpflichtet sich der Spieler, einer Ausleihe/Weiterbeschäftigung blabla zuzustimmen, sofern dies keinen Wohnortswechsel blabla oder unzumutbare blabla nach sich zieht..."
Ich bezweifle, dass man ansonsten Unti zwingen könnte, überhaupt irgendwo Hockey zu spielen. Ebenso glaube ich nicht, dass solche Vertragsbestimmungen existieren. Wenn einer einen Lohn von angeblich 600k aushandeln kann, hat er es kaum nötig, auf solche Dinge einzugehen.
Ich bezweifle, dass man ansonsten Unti zwingen könnte, überhaupt irgendwo Hockey zu spielen. Ebenso glaube ich nicht, dass solche Vertragsbestimmungen existieren. Wenn einer einen Lohn von angeblich 600k aushandeln kann, hat er es kaum nötig, auf solche Dinge einzugehen.
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Maple Leaf
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Re: Pressemeldungen
Selbst im allergrössten Moment der Geschichte des HC Fribourg-Gottéron seht auf der Frontseite von watson.ch der niemand anderes als der SCB im Mittelpunkt.
Eismeister Zaugg
Gottéron ist Meister – wer tröstet jetzt den SC Bern?
Die emotionalen Auswirkungen von Gottérons erstem Titelgewinn auf die Berner Hockeykultur sind nicht zu unterschätzen. Sie erschüttern den harten Kern der SCB-Fanszene.
01.05.2026, 06:3201.05.2026, 06:32
Klaus Zaugg
Bisher wärmte selbst in den dunkelsten Stunden eine letzte Gewissheit die Herzen der wahren SCB-Fans: Aber Gottéron wird nie Meister! Wir? Wir sind schon oft Meister geworden. Sie? Ewige Hoffnungsträger. Ewige Zweite. Ewige Folklore. Müssen wir selbst dann nicht ernst nehmen, wenn wir mal ein Spiel oder eine Playoff-Serie gegen sie verlieren. Meister werden sie nie.
Doch nun ist das Undenkbare geschehen: Gottéron ist zum ersten Mal Meister geworden. Das Ende der Welt, wie wir sie kannten, ist nahe.
Zwischen Bern und Gottéron gibt es eine Rivalität, die sich jeder rationalen Erklärung entzieht und weder geographisch, politisch, kulturell noch sportlich richtig erklären lässt. Und doch ist sie da. Der frühere SCB-Manager Marc Lüthi hat einmal gesagt, Langnau sei der kleine Bruder, den man eigentlich gern hat, Biel ein freundlicher Nachbar. Aber Gottéron der wahre Rivale.
In Bern galt bisher: Das Schicksal mag dem SCB bescheren, was es will, komme da, was wolle: Solange Gottéron nicht Meister wird, ist die Welt in Ordnung.
Dabei ist diese Rivalität voller Ironien. Tristan Scherwey, SCB-Kultfigur und Kämpferherz, stammt aus der Talentschmiede Gottérons. Berner Helden (Philippe Furrer, Patrick Howald) fanden im Herbst ihrer Karriere Zuflucht in Freiburg. Und dann ist da noch Mark Streit, eine Ikone unseres Hockeys, unser erster NHL-Captain. Seine Karriere verdankt er auch ein wenig Gottéron. Weil er in Bern als untauglich für die höchste Liga taxiert wurde, startete er seine Karriere bei Gottéron. Und umgekehrt sind Gottérons Leitwolf Christoph Bertschy und Playoff-Held Jeremi Gerber auch bei den SCB-Junioren ausgebildet worden.
Es gibt einen regen Austausch auf Klubebene. Aber die SCB-Fans kultivieren die kurioseste Rivalität unseres Hockeys. Wenn das Leibchen eines Spielers unters Dach gehängt wird, geschieht das mit einer Zeremonie vor einem Meisterschaftsspiel. Für Philippe Furrer – heute SRF-Hockey-Experte – musste ein Legendenspiel organisiert werden: Die Fans hatten Protestaktionen angekündigt, wenn dieser Mann vor einem Meisterschaftsspiel geehrt wird. Er hatte auch für Gottéron verteidigt und das Legendenspiel zu seinen Ehren boykottierten sie. Eine Episode ist offenbar verbürgt: Es soll einen SCB-Fan geben, der auf dem Weg zur Arbeit einen Umweg von rund einer Viertelstunde in Kauf nehme, um nicht durch den Kanton Freiburg fahren zu müssen.
Jetzt ist alles anders.
Gottéron ist Meister.
Kein sportlicher Rückschlag, der sich statistisch einordnen lässt. Keine verpassten Playoffs. Sondern der Verlust einer Gewissheit. Die wahren SCB-Fans sind ratlos wie ein Hund, dem die Hundehütte weggenommen worden ist.
Wer tröstet die SCB-Fans jetzt? Bis ein SCB-Titelgewinn Trost spendet, könnte es noch eine Weile dauern.
Eismeister Zaugg
Gottéron ist Meister – wer tröstet jetzt den SC Bern?
Die emotionalen Auswirkungen von Gottérons erstem Titelgewinn auf die Berner Hockeykultur sind nicht zu unterschätzen. Sie erschüttern den harten Kern der SCB-Fanszene.
01.05.2026, 06:3201.05.2026, 06:32
Klaus Zaugg
Bisher wärmte selbst in den dunkelsten Stunden eine letzte Gewissheit die Herzen der wahren SCB-Fans: Aber Gottéron wird nie Meister! Wir? Wir sind schon oft Meister geworden. Sie? Ewige Hoffnungsträger. Ewige Zweite. Ewige Folklore. Müssen wir selbst dann nicht ernst nehmen, wenn wir mal ein Spiel oder eine Playoff-Serie gegen sie verlieren. Meister werden sie nie.
Doch nun ist das Undenkbare geschehen: Gottéron ist zum ersten Mal Meister geworden. Das Ende der Welt, wie wir sie kannten, ist nahe.
Zwischen Bern und Gottéron gibt es eine Rivalität, die sich jeder rationalen Erklärung entzieht und weder geographisch, politisch, kulturell noch sportlich richtig erklären lässt. Und doch ist sie da. Der frühere SCB-Manager Marc Lüthi hat einmal gesagt, Langnau sei der kleine Bruder, den man eigentlich gern hat, Biel ein freundlicher Nachbar. Aber Gottéron der wahre Rivale.
In Bern galt bisher: Das Schicksal mag dem SCB bescheren, was es will, komme da, was wolle: Solange Gottéron nicht Meister wird, ist die Welt in Ordnung.
Dabei ist diese Rivalität voller Ironien. Tristan Scherwey, SCB-Kultfigur und Kämpferherz, stammt aus der Talentschmiede Gottérons. Berner Helden (Philippe Furrer, Patrick Howald) fanden im Herbst ihrer Karriere Zuflucht in Freiburg. Und dann ist da noch Mark Streit, eine Ikone unseres Hockeys, unser erster NHL-Captain. Seine Karriere verdankt er auch ein wenig Gottéron. Weil er in Bern als untauglich für die höchste Liga taxiert wurde, startete er seine Karriere bei Gottéron. Und umgekehrt sind Gottérons Leitwolf Christoph Bertschy und Playoff-Held Jeremi Gerber auch bei den SCB-Junioren ausgebildet worden.
Es gibt einen regen Austausch auf Klubebene. Aber die SCB-Fans kultivieren die kurioseste Rivalität unseres Hockeys. Wenn das Leibchen eines Spielers unters Dach gehängt wird, geschieht das mit einer Zeremonie vor einem Meisterschaftsspiel. Für Philippe Furrer – heute SRF-Hockey-Experte – musste ein Legendenspiel organisiert werden: Die Fans hatten Protestaktionen angekündigt, wenn dieser Mann vor einem Meisterschaftsspiel geehrt wird. Er hatte auch für Gottéron verteidigt und das Legendenspiel zu seinen Ehren boykottierten sie. Eine Episode ist offenbar verbürgt: Es soll einen SCB-Fan geben, der auf dem Weg zur Arbeit einen Umweg von rund einer Viertelstunde in Kauf nehme, um nicht durch den Kanton Freiburg fahren zu müssen.
Jetzt ist alles anders.
Gottéron ist Meister.
Kein sportlicher Rückschlag, der sich statistisch einordnen lässt. Keine verpassten Playoffs. Sondern der Verlust einer Gewissheit. Die wahren SCB-Fans sind ratlos wie ein Hund, dem die Hundehütte weggenommen worden ist.
Wer tröstet die SCB-Fans jetzt? Bis ein SCB-Titelgewinn Trost spendet, könnte es noch eine Weile dauern.