Pressemeldungen
Re: Pressemeldungen
Keine „blinde“ Liebe
Beziehe mich auf „Kasperlitheater“, „Muppetshow“ usw.
Welche sog. Fehler rechtfertigen diese Aussagen.
Nochmals: Fehler ok, aber auch Positives und va Aenderungen vorgenommen…lassen wir die Leute doch mal arbeiten…
Beziehe mich auf „Kasperlitheater“, „Muppetshow“ usw.
Welche sog. Fehler rechtfertigen diese Aussagen.
Nochmals: Fehler ok, aber auch Positives und va Aenderungen vorgenommen…lassen wir die Leute doch mal arbeiten…
Re: Pressemeldungen
Findet ihr es gut dass man z.B Peltonen als Trainer verkünden soll, obwohl dieser mit Servette noch im Playoff ist? Theoretisch noch gegen Bern spielen könnte!!
Re: Pressemeldungen
kuseli hat geschrieben:
> Findet ihr es gut dass man z.B Peltonen als Trainer verkünden soll, obwohl
> dieser mit Servette noch im Playoff ist? Theoretisch noch gegen Bern
> spielen könnte!!
Also ich persönlich würde gut finden, wenn man Peltonen gar nicht als neuen Trainer des SCB verkünden würde. Ich komme einfach nicht vom Gefühl los, dass es jetzt mal reichen würde mit skandinavischen Uebungsleitern. Genau so wie mit nur skandinavischen Imports.
> Findet ihr es gut dass man z.B Peltonen als Trainer verkünden soll, obwohl
> dieser mit Servette noch im Playoff ist? Theoretisch noch gegen Bern
> spielen könnte!!
Also ich persönlich würde gut finden, wenn man Peltonen gar nicht als neuen Trainer des SCB verkünden würde. Ich komme einfach nicht vom Gefühl los, dass es jetzt mal reichen würde mit skandinavischen Uebungsleitern. Genau so wie mit nur skandinavischen Imports.
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- Registriert: Mi 10. Okt 2012, 10:39
Re: Pressemeldungen
Ich vermute trotz allem, dass es Lars Leuenberger wird. Schliesslich ist der übrige Trainer-Staff bereits bekannt. Peltonen würde sicherlich "seine" Crew mitnehmen?
Lars und Rosa kennen sich noch aus Fribourg-Zeiten. Es bleibt spannend.
Lars und Rosa kennen sich noch aus Fribourg-Zeiten. Es bleibt spannend.
Wenn es keine Toten und Verletzten gibt, dann sind es auch keine Play-offs.
(Bernie Johnston)
(Bernie Johnston)
Re: Pressemeldungen
Das gibt ein Gezerre, denn beispielsweise die Piller sehen den Schlüssel zum künftigen Erfolg auch in Nordamerika, ob an der Bande oder auf dem Eis. Sollten damit die Spieler in Biel und Bern nicht automatisch besser werden, könnte man allenfalls noch einen kanadischen Verwaltungsratspräsidenten verpflichten.
Re: Pressemeldungen
Welchen Staff möchte Peltonen mitbringen?
ich kann mit LL und Peltonen gut leben, solange beide mehr auf die Jungen setzt als Ehlers. Klar in den letzten Wochen ging es um sehr viel, aber 4 Minuten Eiszeit für Schild, Ritzmann oder L.Moser und 0 für Füllemann? Das ist im modernen Eishockey auch keine Lösung!!!! Für Erfolg muss man mit vier Linien spielen, des Weiteren sind die Jungen unsere Zukunft und brauchen Auslauf.
Was die Klubführung betrifft, so verstehe ich nicht, wie man diese bereits vor Amtsantritt verteufeln kann. Was ML betrifft, so möchte er sich nach seinem Rücktritt noch etwas engagieren. In der Privatwirtschaft ist das Gang und Gäbe.
ich kann mit LL und Peltonen gut leben, solange beide mehr auf die Jungen setzt als Ehlers. Klar in den letzten Wochen ging es um sehr viel, aber 4 Minuten Eiszeit für Schild, Ritzmann oder L.Moser und 0 für Füllemann? Das ist im modernen Eishockey auch keine Lösung!!!! Für Erfolg muss man mit vier Linien spielen, des Weiteren sind die Jungen unsere Zukunft und brauchen Auslauf.
Was die Klubführung betrifft, so verstehe ich nicht, wie man diese bereits vor Amtsantritt verteufeln kann. Was ML betrifft, so möchte er sich nach seinem Rücktritt noch etwas engagieren. In der Privatwirtschaft ist das Gang und Gäbe.
Re: Pressemeldungen
nur weil Rosa beim SCB bleibt, muss das noch nicht zwingend heissen, dass es klar ist, dass Lars der "Eisbär" übernehmen wird. Bsp. als Tapola übernahm, hat er die Assistenten seines Vorgängers "übernommen". Aus Fribourger Fankreisen wird schon lange vermeldet, dass Lars nicht nach Bern gehen wird. Keine Ahnung ob das wahr ist oder nicht. und es gibt noch ein weiteres evlt. eher zweifelhaftes Gerücht um den SCB-Posten, keine Ahnung ob da was dran ist oder nicht, oder da gewisse Oltener Fans nur irgendwas vom Pferd erzählen. Letzte Woche war aus Olten zu vernehmen, dass anscheinend Wohlwend Ende Saison gehen wird, weil er für näggschte Saison bei einem anderen Team zugesagt haben soll. Dem Vernehmen nach soll es sich um ein NLA-Team handeln. on verra ob sich dies bestätigen wird oder nicht. Das positive wäre: man hätte endlich wieder einen kanadier an der bande, was sich ja viele Fans wünschen würden. Das negative: es wäre dann "nur" Chrigu Wohlwend. item. das mit dem Oltener Trainer ist nur ein Gerücht, nicht mehr oder weniger. Ehlers ist für mich keine Option, da spielt man zu oft nur mit 3 Linien, das kann man sich heutzutage kaum mehr leisten, langfristig schon gar nicht. und ville und Lars waren schon beim SCB und mit Rückkehreren hatte man beim SCB nur selten Erfolg gehabt. Meine Präferenz für den SCB-Trainer-Posten wäre eh eine andere. Mein Wunsch wäre ein Trainer der noch nicht in der Schweiz engagiert war und mit Förderung der Junioren zurechtkommt. Oder man wagt das Wagniss und setzt auf Schöb als neuen Chef, und holt noch einen erfahren Assistenten als Stütze. Schöb war ja lange Junioren-Nationaltrainer. Dazu wird in Bern aber wohl der Mut fehlen und Zeit für Experimente sind riskant. Zum Thema Junioren fördern: Das läge dann auch am Sportdirektor dem Trainer dann Vorgaben/Plan/Strategie zu machen in dieser Hinsicht.
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bandeschreck
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- Registriert: Mo 15. Okt 2012, 09:37
Re: Pressemeldungen
Aus der NZZ:
Erosion eines Eishockey-Titanen
Der SC Bern droht den Play-off-Einzug zu verpassen – das Vertrauen des Publikums schwindet
Nicola Berger
1:2 hat der SC Bern am Montagabend gegen die Rapperswil-Jona Lakers verloren, und es ist schwer zu bestimmen, was desillusionierender war: der nächste blutleere SCB-Auftritt in einem K.-o.-Spiel oder die Kulisse. 13 965 Zuschauer vermeldete der Klub. Über Jahre wäre das undenkbar gewesen – ein entscheidendes SCB-Heimspiel, das nicht ausverkauft ist. Dafür hätte der scheidende Manager Marc Lüthi schon aufwendig die Türen verbarrikadieren müssen.
17 031 Besucher beträgt das Fassungsvermögen der Postfinance-Arena. Dass mehr als 3000 Plätze leer bleiben, zeigt exemplarisch, wie sehr das Vertrauen des Publikums in diesen Verein erodiert ist. Wer gegen die Lakers ins Stadion kam, wurde bitter enttäuscht. Nach dem Schlusspfiff hagelte es Pfiffe. Noch immer ist der SCB mit komfortablem Vorsprung der Zuschauerkrösus der Liga. Aber die Auslastung beträgt nur noch knapp 90 Prozent. Im Vergleich zur Saison 2024/25 kamen durchschnittlich wieder 300 Personen weniger.
Seit 2019 hat der SCB keine Play-off-Serie gewonnen. Es gibt Klubs, bei denen diese Bilanz achselzuckend hingenommen werden würde, im HC Ambri-Piotta etwa, der seit atemberaubenden 26 Jahren nie mehr eine Play-off-Runde überstanden hat. Aber der SCB hat andere Ansprüche. Und vermag diese immer seltener zu befriedigen.
Hohe Saläre, fehlende Leistung
Die Probleme liegen tief, sie sind zu einem grossen Teil hausgemacht, nach unzähligen Richtungswechseln und anhaltender strategischer Kurzsichtigkeit. Es ist auch normal, dass auf fette Jahre – drei Titel zwischen 2013 und 2016 mit teilweise erdrückender Dominanz inklusive drei Qualifikationssiegen in Serie – eine Baisse folgt. Aber der SCB wirkt sieben Jahre, nachdem der Trainer Kari Jalonen letztmals den Pokal in den Berner Nachthimmel gehoben hat, weiterhin nur bedingt konkurrenzfähig.
Das Team ist in die Jahre gekommen: Der langjährige Captain Simon Moser hat sich verletzungsbedingt in den Ruhestand verabschiedet und wird Teammanager. Dem nominellen Abwehrchef Ramon Untersander merkt man alle 35 seiner Lebensjahre an. Sein Vertrag wurde im Sommer nur darum vorzeitig bis 2028 verlängert, um seine hohe Lohnsumme von marginal weniger als 600 000 Franken kurzfristig zu drücken. Vom Leistungsvolumen und Status eines Nummer-1-Verteidigers ist Untersander derzeit weit entfernt, er kämpft immer wieder mit gesundheitlichen Problemen.
In der Versenkung verschwunden ist auch Tristan Scherwey, in den Meisterjahren der unerschrockene Vorkämpfer dieser Mannschaft. Scherwey scheint in diesen Tagen den Preis für seine aufopfernde, körperbetonte Spielweise der Vergangenheit zu bezahlen. Neun Skorerpunkte sind dem 34-Jährigen in diesem Winter nur gelungen, so wenig wie seit 2012 nicht mehr. Auch er kann seinen ebenfalls mit fast 600 000 Franken dotierten Vertrag derzeit nicht annähernd rechtfertigen. Scherwey hatte 2019 in der Blüte seines Schaffens um sieben Jahre verlängert, die Übereinkunft endet erst 2027.
Es wird den SCB finanziell erleichtern, wenn diese Verträge enden. Aber der Klub hat auf dem Transfermarkt so stark an Attraktivität eingebüsst, dass es schwierig wird, Spieler vom Format Untersander/Scherwey in ihren besten Jahren von einem Wechsel nach Bern zu überzeugen. Es wird Zeit brauchen, diesen Umstand zu ändern. Ein Hoffnungsschimmer ist die geplante Totalsanierung des Stadions, die bis 2030 oder 2031 abgeschlossen sein soll.
Was auch nicht hilft: dass weiterhin unklar ist, wer im kommenden Herbst den SCB trainieren wird, der Vertrag des derzeitigen Trainers Heinz Ehlers läuft aus. Eigentlich plant dieser, sich in die dänische Heimat zurückzuziehen. Sein in der NHL engagierter Sohn Nikolaj hat im Sommer die sich in finanzieller Schieflage befindenden Aalborg Pirates gekauft. Ehlers’ zweiter Sohn Sebastian stürmt für den Erstligisten und arbeitet nebenbei im Büro des Klubs. Heinz verantwortet die sportlichen Belange im Vorstand.
Der SCB ist eine Art Kontrastprogramm zu diesem Familienidyll, ein Stückwerk von Konstrukt. Dem Vernehmen nach erhofft sich der Sportdirektor Martin Plüss eine Lösung aus Nordamerika. Die Alternative wäre offenbar Ville Peltonen, der derzeitige Interimscoach von Genf/Servette. Die Kontakte zum ehemaligen SCB-Meistertrainer Lars Leuenberger sind eingeschlafen.
Nur Bern und Zug haben noch keinen Coach unter Vertrag; mit dem Namen SCB und dem Publikumsvolumen allein lässt sich heute kaum ein Spieler bezirzen. Ein einflussreicher Spieleragent sagt es so: «Es ist doch klar, dass man wissen will, wie die Spielphilosophie aussieht und welche Rolle für einen Spieler angedacht ist. Wenn es gleichwertige Optionen gibt, riskiert keiner diesen Blindflug.»
Momentum kann schnell drehen
Noch bleibt dem SCB immerhin die Chance, diese trübe Saison halbwegs zu retten. Das 1:2 lässt sich im Rückspiel am Mittwoch in Rapperswil aufholen. Der Lohn wäre ein Rendez-vous mit dem Qualifikationssieger Davos im Viertelfinal. Es wäre eine perfide Laune des Schicksals, sollten es die Lakers sein, die dem SCB ein weiteres frühes Saisonende bescheren: Ihr Coach Johan Lundskog war im November 2022 in Bern entlassen worden. Allzu viele Schritte vorwärts sind dem SCB seither nicht gelungen. In dieser Spielzeit stellte das Team die drittschwächste Offensive und das zweitschlechteste Powerplay der Liga. Dem Schweden Victor Ejdsell genügten 29 Skorerpunkte, um teaminterner Topskorer zu werden. Es waren so wenig wie seit der Einführung der Play-offs 1985/86 nie auch nur annähernd. Kurz: Der Unterhaltungsfaktor dieser Mannschaft war einmal mehr überschaubar.
Die Quittung hat der Verein am Montag erhalten. Offenkundig traut der treue Anhang diesem Kollektiv nicht mehr allzu viel zu. Ein Duell mit Davos aber würde die Halle fraglos füllen. So ist das Eishockey im Frühjahr: Das Momentum kann schnell drehen.
Erosion eines Eishockey-Titanen
Der SC Bern droht den Play-off-Einzug zu verpassen – das Vertrauen des Publikums schwindet
Nicola Berger
1:2 hat der SC Bern am Montagabend gegen die Rapperswil-Jona Lakers verloren, und es ist schwer zu bestimmen, was desillusionierender war: der nächste blutleere SCB-Auftritt in einem K.-o.-Spiel oder die Kulisse. 13 965 Zuschauer vermeldete der Klub. Über Jahre wäre das undenkbar gewesen – ein entscheidendes SCB-Heimspiel, das nicht ausverkauft ist. Dafür hätte der scheidende Manager Marc Lüthi schon aufwendig die Türen verbarrikadieren müssen.
17 031 Besucher beträgt das Fassungsvermögen der Postfinance-Arena. Dass mehr als 3000 Plätze leer bleiben, zeigt exemplarisch, wie sehr das Vertrauen des Publikums in diesen Verein erodiert ist. Wer gegen die Lakers ins Stadion kam, wurde bitter enttäuscht. Nach dem Schlusspfiff hagelte es Pfiffe. Noch immer ist der SCB mit komfortablem Vorsprung der Zuschauerkrösus der Liga. Aber die Auslastung beträgt nur noch knapp 90 Prozent. Im Vergleich zur Saison 2024/25 kamen durchschnittlich wieder 300 Personen weniger.
Seit 2019 hat der SCB keine Play-off-Serie gewonnen. Es gibt Klubs, bei denen diese Bilanz achselzuckend hingenommen werden würde, im HC Ambri-Piotta etwa, der seit atemberaubenden 26 Jahren nie mehr eine Play-off-Runde überstanden hat. Aber der SCB hat andere Ansprüche. Und vermag diese immer seltener zu befriedigen.
Hohe Saläre, fehlende Leistung
Die Probleme liegen tief, sie sind zu einem grossen Teil hausgemacht, nach unzähligen Richtungswechseln und anhaltender strategischer Kurzsichtigkeit. Es ist auch normal, dass auf fette Jahre – drei Titel zwischen 2013 und 2016 mit teilweise erdrückender Dominanz inklusive drei Qualifikationssiegen in Serie – eine Baisse folgt. Aber der SCB wirkt sieben Jahre, nachdem der Trainer Kari Jalonen letztmals den Pokal in den Berner Nachthimmel gehoben hat, weiterhin nur bedingt konkurrenzfähig.
Das Team ist in die Jahre gekommen: Der langjährige Captain Simon Moser hat sich verletzungsbedingt in den Ruhestand verabschiedet und wird Teammanager. Dem nominellen Abwehrchef Ramon Untersander merkt man alle 35 seiner Lebensjahre an. Sein Vertrag wurde im Sommer nur darum vorzeitig bis 2028 verlängert, um seine hohe Lohnsumme von marginal weniger als 600 000 Franken kurzfristig zu drücken. Vom Leistungsvolumen und Status eines Nummer-1-Verteidigers ist Untersander derzeit weit entfernt, er kämpft immer wieder mit gesundheitlichen Problemen.
In der Versenkung verschwunden ist auch Tristan Scherwey, in den Meisterjahren der unerschrockene Vorkämpfer dieser Mannschaft. Scherwey scheint in diesen Tagen den Preis für seine aufopfernde, körperbetonte Spielweise der Vergangenheit zu bezahlen. Neun Skorerpunkte sind dem 34-Jährigen in diesem Winter nur gelungen, so wenig wie seit 2012 nicht mehr. Auch er kann seinen ebenfalls mit fast 600 000 Franken dotierten Vertrag derzeit nicht annähernd rechtfertigen. Scherwey hatte 2019 in der Blüte seines Schaffens um sieben Jahre verlängert, die Übereinkunft endet erst 2027.
Es wird den SCB finanziell erleichtern, wenn diese Verträge enden. Aber der Klub hat auf dem Transfermarkt so stark an Attraktivität eingebüsst, dass es schwierig wird, Spieler vom Format Untersander/Scherwey in ihren besten Jahren von einem Wechsel nach Bern zu überzeugen. Es wird Zeit brauchen, diesen Umstand zu ändern. Ein Hoffnungsschimmer ist die geplante Totalsanierung des Stadions, die bis 2030 oder 2031 abgeschlossen sein soll.
Was auch nicht hilft: dass weiterhin unklar ist, wer im kommenden Herbst den SCB trainieren wird, der Vertrag des derzeitigen Trainers Heinz Ehlers läuft aus. Eigentlich plant dieser, sich in die dänische Heimat zurückzuziehen. Sein in der NHL engagierter Sohn Nikolaj hat im Sommer die sich in finanzieller Schieflage befindenden Aalborg Pirates gekauft. Ehlers’ zweiter Sohn Sebastian stürmt für den Erstligisten und arbeitet nebenbei im Büro des Klubs. Heinz verantwortet die sportlichen Belange im Vorstand.
Der SCB ist eine Art Kontrastprogramm zu diesem Familienidyll, ein Stückwerk von Konstrukt. Dem Vernehmen nach erhofft sich der Sportdirektor Martin Plüss eine Lösung aus Nordamerika. Die Alternative wäre offenbar Ville Peltonen, der derzeitige Interimscoach von Genf/Servette. Die Kontakte zum ehemaligen SCB-Meistertrainer Lars Leuenberger sind eingeschlafen.
Nur Bern und Zug haben noch keinen Coach unter Vertrag; mit dem Namen SCB und dem Publikumsvolumen allein lässt sich heute kaum ein Spieler bezirzen. Ein einflussreicher Spieleragent sagt es so: «Es ist doch klar, dass man wissen will, wie die Spielphilosophie aussieht und welche Rolle für einen Spieler angedacht ist. Wenn es gleichwertige Optionen gibt, riskiert keiner diesen Blindflug.»
Momentum kann schnell drehen
Noch bleibt dem SCB immerhin die Chance, diese trübe Saison halbwegs zu retten. Das 1:2 lässt sich im Rückspiel am Mittwoch in Rapperswil aufholen. Der Lohn wäre ein Rendez-vous mit dem Qualifikationssieger Davos im Viertelfinal. Es wäre eine perfide Laune des Schicksals, sollten es die Lakers sein, die dem SCB ein weiteres frühes Saisonende bescheren: Ihr Coach Johan Lundskog war im November 2022 in Bern entlassen worden. Allzu viele Schritte vorwärts sind dem SCB seither nicht gelungen. In dieser Spielzeit stellte das Team die drittschwächste Offensive und das zweitschlechteste Powerplay der Liga. Dem Schweden Victor Ejdsell genügten 29 Skorerpunkte, um teaminterner Topskorer zu werden. Es waren so wenig wie seit der Einführung der Play-offs 1985/86 nie auch nur annähernd. Kurz: Der Unterhaltungsfaktor dieser Mannschaft war einmal mehr überschaubar.
Die Quittung hat der Verein am Montag erhalten. Offenkundig traut der treue Anhang diesem Kollektiv nicht mehr allzu viel zu. Ein Duell mit Davos aber würde die Halle fraglos füllen. So ist das Eishockey im Frühjahr: Das Momentum kann schnell drehen.
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Maple Leaf
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- Registriert: Do 11. Okt 2012, 09:30
Re: Pressemeldungen
Nicola Berger, was für eine Pfeiffe. Völlig inkompetent an der Realität vorbeigeschrieben. Ein richtiger schlechter Artikel in der NZZ.
Wieso meine harten Bemerkungen?
- Der Aufmacher für den Artikel ist der fehlende Zuschaueraufmarsch am Montag gegen die Lakers. Sehr ähnlich schrieb Chläusu am Vortag, welcher es wenigstens offen als "Polemik" deklarierte. Auch diese Zeilen waren dünn und flach, aber dienten wenigstens mehr als Stänkerei und Belustigung, als dass sie ernsthaft in Sinne einer wertvollen journalistischen Beurteilung wahrgenommen werden sollten (deshalb eben auch die Bezeichnung als "Polemik"). Man ist von einem Journalisten der NZZ einen anderen Standard gewohnt, als Stänkereien von anderswo als eigene journalistitsche Arbeit zu verkaufen.
In Sachen Zuschauerzahl fehlten verschiedene objektive Sachverhalte zur Erläuterung der konkreten Situation:
- zweites Heimspiel innert 48 Stunden
- unattraktiver und für Eishockey hierzulande unüblicher Wochentag am Montag
- unattraktiver, langweiliger Gegner, welcher in der ganzen Liga als ein Garant für Saison-Minusrekorde gilt
- im Hinspiel einer Play-In "Serie" geht es schlicht und einfach um wenig bis nichts (entschieden ist es allenfalls, wenn man zu Hause mit mehr als 3 Toren verliert oder mehr als 4 Toren gewinnt)
- die nicht verkauften Plätze im Auswärtssektor haben nichts mit dem Befinden der SCB-Anhängerschaft zu tun. Ergo hätte man diese Zahl erwähnen müssen.
Dass nicht einer dieser Punkte eine Erwähnung in diesem NZZ-Artikel fand, obwohl jeder einzelnen von ihnen stichhaltiger erscheint, als das billige Geschreibsel von Nicola Berger, zeigt dessen berufliche Kompetenz auf. Nichts anderes als eine Pfeiffe. Der Artikel (gilt auch für Chläusus Machwert am Vortag) zeigt nicht mal in die richtige Richtung, er ist einfach nur schlecht und billig.
Wieso meine harten Bemerkungen?
- Der Aufmacher für den Artikel ist der fehlende Zuschaueraufmarsch am Montag gegen die Lakers. Sehr ähnlich schrieb Chläusu am Vortag, welcher es wenigstens offen als "Polemik" deklarierte. Auch diese Zeilen waren dünn und flach, aber dienten wenigstens mehr als Stänkerei und Belustigung, als dass sie ernsthaft in Sinne einer wertvollen journalistischen Beurteilung wahrgenommen werden sollten (deshalb eben auch die Bezeichnung als "Polemik"). Man ist von einem Journalisten der NZZ einen anderen Standard gewohnt, als Stänkereien von anderswo als eigene journalistitsche Arbeit zu verkaufen.
In Sachen Zuschauerzahl fehlten verschiedene objektive Sachverhalte zur Erläuterung der konkreten Situation:
- zweites Heimspiel innert 48 Stunden
- unattraktiver und für Eishockey hierzulande unüblicher Wochentag am Montag
- unattraktiver, langweiliger Gegner, welcher in der ganzen Liga als ein Garant für Saison-Minusrekorde gilt
- im Hinspiel einer Play-In "Serie" geht es schlicht und einfach um wenig bis nichts (entschieden ist es allenfalls, wenn man zu Hause mit mehr als 3 Toren verliert oder mehr als 4 Toren gewinnt)
- die nicht verkauften Plätze im Auswärtssektor haben nichts mit dem Befinden der SCB-Anhängerschaft zu tun. Ergo hätte man diese Zahl erwähnen müssen.
Dass nicht einer dieser Punkte eine Erwähnung in diesem NZZ-Artikel fand, obwohl jeder einzelnen von ihnen stichhaltiger erscheint, als das billige Geschreibsel von Nicola Berger, zeigt dessen berufliche Kompetenz auf. Nichts anderes als eine Pfeiffe. Der Artikel (gilt auch für Chläusus Machwert am Vortag) zeigt nicht mal in die richtige Richtung, er ist einfach nur schlecht und billig.
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sbangerter
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- Registriert: Mi 10. Okt 2012, 20:17
Re: Pressemeldungen
@Maple Leaf
Ein ziemlich hartes Urteil betreffend den NZZ Artikel. Nicolas Berger hat sich vorher im PB umgehört und dann den betreffenden Artikel geschrieben. Ich erkenne im Artikel viele Punkte, welche im Forum auch immer wieder diskutiert werden. Die Wahrheit ist hart und der SCB am Boden der Realität angelangt. Dies kann man einfach nicht schönreden oder schönschreiben. Und die aktuelle Mannschaft ist weit weg von einem Neuaufbau oder von einer rosigen Zukunft. Man kennt weder den Trainer noch sind irgendwelche namhaften Verstärkungen auf dem Eisfeld in Sicht. Nächste Saison wird allenfalls noch übler als die aktuelle. Mein Frage an Dich wäre: was stimmt den faktisch nicht in diesem Artikel? Ist der Zuschauerdurchschnitt des SCB in den letzten Jahren nicht drastisch zurückgegangen? Gibt es in der PFA nicht regelmässig reihenweise leere Sitzplätze? Und ist es nicht so, dass der SCB schon lange nicht mehr eine Topadresse im CH Eishockey ist, weil aufgrund des strategischen Hüst und Hott sowie dem stetigen Umbau der GL mit unklaren Verantwortlichkeiten und permanenten Personalwechseln mittlerweile auch die grössten Fans an der Kompetenz in der Führungsetage zweifeln? Und zu guter Letzt: wann hat der SCB den letzten Toptransfer eines CH Spielers getätigt?
Ein ziemlich hartes Urteil betreffend den NZZ Artikel. Nicolas Berger hat sich vorher im PB umgehört und dann den betreffenden Artikel geschrieben. Ich erkenne im Artikel viele Punkte, welche im Forum auch immer wieder diskutiert werden. Die Wahrheit ist hart und der SCB am Boden der Realität angelangt. Dies kann man einfach nicht schönreden oder schönschreiben. Und die aktuelle Mannschaft ist weit weg von einem Neuaufbau oder von einer rosigen Zukunft. Man kennt weder den Trainer noch sind irgendwelche namhaften Verstärkungen auf dem Eisfeld in Sicht. Nächste Saison wird allenfalls noch übler als die aktuelle. Mein Frage an Dich wäre: was stimmt den faktisch nicht in diesem Artikel? Ist der Zuschauerdurchschnitt des SCB in den letzten Jahren nicht drastisch zurückgegangen? Gibt es in der PFA nicht regelmässig reihenweise leere Sitzplätze? Und ist es nicht so, dass der SCB schon lange nicht mehr eine Topadresse im CH Eishockey ist, weil aufgrund des strategischen Hüst und Hott sowie dem stetigen Umbau der GL mit unklaren Verantwortlichkeiten und permanenten Personalwechseln mittlerweile auch die grössten Fans an der Kompetenz in der Führungsetage zweifeln? Und zu guter Letzt: wann hat der SCB den letzten Toptransfer eines CH Spielers getätigt?
Zuletzt geändert von sbangerter am Mi 18. Mär 2026, 09:07, insgesamt 2-mal geändert.
How would you like a job where, every time you make a mistake, a big red light goes on and 18,000 people boo? Jacques Plante