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Sündenbock Plüss - oder was wenige sagen

Verfasst: Do 19. Mär 2026, 07:54
von McLlwain71
Nun kriegt Plüss sein Fett ab, das ist logisch und in Ordnung, er steht in der Verantwortung. Auch die Spieler stehen in der Verantwortung, die Trainer, und ML sowieso. Offenbar, geht es nach den Worten einiger Fans (aber nicht hardcore), kleiner Sponsoren und Staff-Umfeld, schlüüft da einer aber immer. Einer der in der Verantwortung steht dass die Stimmung im Club seit langer Zeit nicht gut ist (Auswirkungen = gross). Einer der Grund ist das wichtige langjährige Leute den SCB verlassen. Einer der (nicht Plüss!) die Flops Bärtschi/Piceci zu verantworten hat. Bin gespannt ob dort auch hingeschaut wird.
Tipp, Interview aus dem Bund letzten Herbst mit Piceci:
"Sie arbeiteten zuletzt als Sportchef in der 1. Liga und als Spieleragent. Wie wird man auf diesem Weg SCB-Sportchef?"
"Ich habe mich nicht direkt beworben. Aber ich hatte schon länger Kontakt mit dem SCB. Und vor allem mit Geschäftsführer Pascal Signer, da ich die Spielerin Sinja Leemann nach Bern vermittelt hatte..."

Re: Sündenbock Plüss - oder was wenige sagen

Verfasst: Do 19. Mär 2026, 08:01
von Hockeyfan
Fakt ist: Plüss hatte nun 3 Jahre die sportliche Leitung. Er hat nun 3 Untersportchefs entlassen und hat selber nie Verantwortung getragen. Es ist mir klar, dass Plüss nun nicht entlassen wird. Dafür ist er zu sehr in den Klotener Filz um Signer verstrickt. Für mich ist aber eines klar. Nächste Saison muss die Zielsetzung direkte Playoffs und Halbfinal heissen. Sollte das nicht erreicht werden, muss Plüss gehen (Signer von mir aus mit ihm). Es kann nicht sein, dass für einen Sportchef, der dauernd Leute entlässt, selber keine Leistungskultur gilt!

Re: Sündenbock Plüss - oder was wenige sagen

Verfasst: Do 19. Mär 2026, 08:10
von DragonLord
"Dafür ist er zu sehr in den Klotener Filz um Signer verstrickt"
So ist es. Als der Klausi darauf aufmerksam machte, wurde er dafür von vielen hier durch den Fleischwolf gedreht. Aber er hat halt doch recht (auch mit seinem aktuellsten Artikel auf Watson).
Das Interview von Plüss spricht Bände - Emotionslos, nun wird analysiert, Excel-Sheets gefüttert, abgewogen - ach ja, Ende April oder Anfangs Mai (!!!) der neue Trainer präsentiert. Diese Organisation gehört in die Swiss League.

Re: Sündenbock Plüss - oder was wenige sagen

Verfasst: Do 19. Mär 2026, 08:52
von St.Louis
Was bleibt Plüss auch anders übrig, als emotionslos zu analysieren? Die Menge an Baustellen ist - gelinde gesagt - sehr hoch, ebenso wie die bevorstehende Arbeit, um das Schiff wieder einigermassen auf Kurs zu bringen.

- man hat offenbar noch keinen Coach für die nächste Saison, und die Gefahr einer "Restposten-Lösung" ist gross
- das Goalieproblem ist weiterhin nicht gelöst und es gibt auch keine prädestinierte Lösung; gibt es wirklich Alternativen zur Weiterbeschäftigung von Reideborn (bzw. hat man den Mut dazu?)
- vier Ausländer stehen für die nächste Saison bereits unter Vertrag und überzeugt hat keiner davon. Man könnte problemlos alle vier ersetzen, aber Häman Aktell hatte einige sehr gute Spiele und auf ihn könnte man sicher weiterhin setzen. Dasselbe gilt für Merelä (letzte Saison), dem aber der Abgang von Tapola offenbar nicht bekommen ist und der diese Saison eine einzige Enttäuschung war...

Es handelt sich um mindestens drei riesige Baustellen und die Lösungsfindung dürfte in allen drei Fällen extrem schwierig sein.

Anstelle von Plüss und der sportlichen Führung würde ich mir tatsächlich überlegen, die Notbremse zu ziehen, so viel Ballast wie möglich loszuwerden und ziemlich auf Feld 1 wieder zu starten. Mit komplett erneuertem Ausländerbestand, mit einem deutlich verjüngten Team, auch auf der Goalieposition, und einer neu zusammengesetzten Captain-Crew bestehend aus den wenigen Schweizer Leistungsträgern, die ihre Leistung einigermassen erbracht haben oder die zukünftige Leistungsträger sein sollen (Löffel, Baumgartner, Lehmann, Graf, Marchon, Rohrbach).

Die oben erwähnten Probleme lassen sich aus meiner Sicht nämlich in keinem Fall so lösen, dass man nächste Saison mit einer Mannschaft am Start steht, die auch in den Playoffs ein "Wörtchen" mitreden kann.

Re: Sündenbock Plüss - oder was wenige sagen

Verfasst: Do 19. Mär 2026, 09:19
von Tigerland
Die nächste Saison wird genau so versch… wie diese.
Da müsste ja ein Wunder geschehn.
Wie der Vorschreiber sagt, zu wenig Handlungsspielraum. Zuschauerschwund ist absehbar!
Wir brauchen endlich einen Geldgeber!

Re: Sündenbock Plüss - oder was wenige sagen

Verfasst: Do 19. Mär 2026, 09:24
von One
Solange der SCB keine sportliche Führung hat, die weiss wie man erfolgreich ist und einen Plan hat, wie man dorthin kommt, werden wir nicht auf die Erfolgsstrasse zurückkehren. Mit Plüss und Signer wird das nicht passieren. Für Plüss ist dieser Job zwei Schuhnummern zu gross. Er ist überfordert damit. In 3 Jahren hat er den SCB keinen Zentimeter weitergebracht. Wir sind nicht mal mehr Mittelmass. Wir spielen keine Rolle mehr.
Erst wenn wir fähige Leute in der sportlichen Führung haben wird es aufwärts gehen. So wird das noch jahrelang so weitergehen und das höchste der Gefühle wird die Playoffquali sein.

Re: Sündenbock Plüss - oder was wenige sagen

Verfasst: Do 19. Mär 2026, 09:38
von DragonLord
Wichtig ist dass der SCB den eingeschlagenen Weg weiter geht.
Wichtige Entscheidungen müssen auf mehr Schultern abgestützt werden. Dazu muss die Administration ausgebaut und Prozesse präzisiert werden.

Ironie: Off

Re: Sündenbock Plüss - oder was wenige sagen

Verfasst: Do 19. Mär 2026, 09:48
von St.Louis
Wie bereits angetönt, wäre die aktuelle Situation für jeden noch so erfahrenen Sportchef eine Schuhnummer zu gross. Ich glaube nicht, dass Plüss planlos ist. Aber es gibt, abgesehen vom "House cleaning" keine einfach umsetzbaren Massnahmen. Keine Mannschaft ersetzt ihren kompletten Ausländerbestand von einer Saison zur nächsten oder wechselt die gesamte Leitungscrew auf dem Eis aus.

Aus meiner Sicht wurde die Situation in der Vergangenheit masslos unterschätzt und es wurde verpasst, vorausschauend und kontinuierlich bereits Massnahmen umzusetzen. Nun kommt alles auf einmal und es ist die grösste Aufgabe überhaupt, für die dringend benötigte Stabilität zu sorgen, so dass nicht das ganze Konstrukt auseinanderbricht. Stabilität widerspricht aber dem akuten Erneuerungsbedarf, der momentan vorherrscht und man dreht sich im Kreis.

Aus meiner Sicht sollte man jetzt schleunigst aufhören mit irgendwelchen Zielsetzungen à la Playoff-Quali, direkte Playoff-Quali, Halbfinale oder what ever. Es gilt die aktuellen Probleme zu lösen und damit das Fundament für eine sportlich erfolgreiche Zukunft zu legen. Dies heisst:

1. Einen passenden Trainer für die Zukunft zu finden. Keine Notlösung.
2. Eine klare Nr. 1 mit Schweizer Lizenz im Tor zu etablieren
3. Ausländer zu verpflichten, die das Team weiterbringen
4. CH-Leistungsträger zu positionieren, die das Team tragen können
5. Für einen guten Nachwuchs zu sorgen, der fortlaufend Fortschritte macht und später in die grossen Fussstapfen treten kann

Dies müssen die Ziele sein und nicht ein Tabellenrang. Aber wie schon erwähnt, es handelt sich um viele und vor allem grosse Baustellen...

Re: Sündenbock Plüss - oder was wenige sagen

Verfasst: Do 19. Mär 2026, 09:50
von Talisker
Kann St. Louis nur zustimmen - die Rundumschlag-Lösungen und "alle zum Teufel jagen" sind zwar verständlich, nur ist der Ersatz nicht gleich schnell beschafft. Den Weg, dem Nachwuchs eine Chance zu geben, muss man weiter verfolgen, denn es bleibt einem gar nichts anderes übrig. Wie lang und im Ergebnis ungewiss dieser Weg ist, dürfte dem einen oder anderen mittlerweile aber auch schon aufgegangen sein. Und sonst?

Die Analyse vom Klaus liest sich zwar süffig, sie beschränkt sich aber - ausser der Forderung nach besseren Ausländern und eines Top-Goalis - auf wenig konkretes. Die berühmte Arroganz darf dabei nicht fehlen. Ob dies tatsächlich das wesentlichste Problem ist, spielt aber angesichts des erneut schwachen letzten Spieles keine Rolle, denn nach einem solchen Spiel ist fast keine Kritik widerlegbar.

Spielweise: Das dauernde im Kreis herum spielen und zu wenig Präsenz im Slot war, zusammen mit der Abschlussschwäche, die ganze Saison ein Problem. Ab und zu stürzten sich etwa noch Merelä, Ejdsell oder Scherwey ins Getümmel, aber meistens war es 1) Cyclen am Spielfeldrand 2) Pass an die blaue Linie 3) Schuss von dort und auf Ablenker hoffen. Kann und muss man verbessern.

Ausländer: Kann man etwas machen, und es wurde darüber schon so viel geschrieben, dass ich auf meinen Senf dazu verzichte.

Torhüter: Eigentlich die Einzigen, die ich vom Donnergewitter an Kritik ausnehme. Beide haben wesentlichen Anteil daran, dass der SCB in Sachen Defensive zur Top-Gruppe der Liga gehört. Zukunftslösungen sind immer noch im Dunkeln, aber vielleicht gibt man sich ja mal einen Ruck und versucht es mit von Burg. Man kann immer noch einen erfahrenen Goali behalten.

CH-Spieler oberhalb der Jungspund-Fraktion: Grösstenteils gut für die 3 Linie, oder als Ergänzung und Absicherung mit 2 offensivstarken Nebenleuten. Offensiv ist ausser Baumgartner und neu Rohrbach keine Steigerung zu erwarten. Ritzmann stagniert, und müsste mit seiner Physis viel mehr anfangen können. Egal ob ein Kanadier oder ein Finne an der Bande steht.

Für vieles gibt es keine schnelle Lösung. Hingegen müssen nun die Clownesken in der Organisation aufhören, mit Ober- und Gesamtleitungen für dies und jenes. Dass es heute nicht mehr mit einem TK-Chef wie früher gemacht ist, ist klar. Aber wenn das ständige Theater nichts bewirkt, muss man sich nicht wundern, wenn langsam allergisch reagiert wird bzw. alle auf dem Gesamtverantwortlichen für die Sub-Sahara Region wartet.

Re: Sündenbock Plüss - oder was wenige sagen

Verfasst: Do 19. Mär 2026, 10:13
von Hockeyfan
Sorry, warum soll man keine klare Zielsetzung an einen Sportchef haben? Schliesslich wurde/wird mit Ausnahme von Scherwey jeder Vertrag der diesjährigen und und nächstjährigen Mannschaft von Plüss unterzeichnet. Die Probleme, welche wir heute haben, wurden somit von ihm verursacht. Zudem hat er selber zusätzlich Unruhe geschaffen durch die jährliche Entlassung seines Untersportchefs. Das ist mehr als Grund genug, dass man ihm ein Ultimatum mit einem klaren Ziel setzt.