Pressemeldungen

Themen rund um den SCB.
danthebrain
User
Beiträge: 27
Registriert: Mo 22. Okt 2012, 10:32

Re: Pressemeldungen

Beitrag von danthebrain » Di 30. Jun 2026, 18:40

Der SCB schielt nach Nordamerika – und Richtung Biel
Zwei Stürmer mit Berner Vergangenheit stehen in Nordamerika an einem Scheideweg. Und ein möglicher Loeffel-Ersatz verteidigt noch in Biel.

https://www.bernerzeitung.ch/sc-bern-kurashev-bordeleau-und-dionicio-wecken-interesse-717760632373?gift_token=aa314dbefe54

timi91
User
Beiträge: 89
Registriert: Do 18. Sep 2014, 11:57

Re: Pressemeldungen

Beitrag von timi91 » Di 30. Jun 2026, 18:59

Der SCB schielt nach Nordamerika – und Richtung Biel
Zwei Stürmer mit Berner Vergangenheit stehen in Nordamerika an einem Scheideweg. Und ein möglicher Loeffel-Ersatz verteidigt noch in Biel.
In Kürze:


Beim SC Bern lief in den letzten Tagen einiges. Zwar kam die sich gefühlt unendlich lang hinziehende Transfersaga zwischen drei Clubs zu einem Ende: Goalie Ewan Huet wechselt von Kloten nach Lausanne, Torhüter Connor Hughes vom LHC zum SCB im Tauschgeschäft mit Romain Loeffel.

Doch nun braucht der SCB einen Ersatz für den Offensivverteidiger. Von dieser Sorte Spieler, die auch für die Rolle an der blauen Linie im Powerplay geeignet ist, besitzt Bern nur noch einen: Neuzugang Ian Mitchell, der nun auch der einzige rechts schiessende SCB-Verteidiger ist.

Mit einem weiteren Ausländer liesse sich die Lücke problemlos schliessen, dies würde aber die Import-Situation in Bern verkomplizieren. Der SCB hat bereits sechs Ausländer unter Vertrag, mehr dürfen nicht aufs Matchblatt.

Am liebsten hätte der SCB also eine Schweizer Lösung, dies im Tausch für (womöglich mehrere) Stürmer. Schliesslich hat Bern inklusive aller Teenager mit Profivertrag nicht weniger als 21 Angreifer im Kader. Diese Suche erweist sich indes als kompliziert.


Der Lausanne HC hat nun (zu) viele Verteidiger

Nach Loeffels Ankunft weiss Lausanne nun bereits zwölf Verteidiger im Kader. Elf davon haben einen klaren Anspruch auf einen Stammplatz, fünf von ihnen schiessen sogar rechts – darunter die beiden 24-jährigen Inaki Baragano und Nathan Vouardoux. Beide spielten zuvor bei Rapperswil-Jona und durften damals vereinzelte Länderspiele für die Schweiz bestreiten. Nun könnten sie beim LHC angesichts der sehr prominent besetzten Abwehr zwischen Stuhl und Bank fallen.

Gleichzeitig ist Lausanne im Angriff vergleichsweise dünn besetzt. Was nach Win-win tönt, dürfte aber der Beginn eines langatmigen Feilschens sein – siehe die epische Verhandlung um Hughes/Loeffel.

Disput zwischen Tristan Scherwey (SC Bern) und Rodwin Dionicio (EHC Biel) im Play-In, getrennt durch Linienrichter Baptiste Humair (Nr. 88).
Hier sind sie noch Rivalen: Biels Verteidiger Rodwin Dionicio (links) und Berns Stürmer Tristan Scherwey werden im Play-in-Duell im März 2026 von Linienrichter Baptiste Humair getrennt.
Foto: Claudio De Capitani (Freshfocus)
Deshalb blickt der SCB auch nach Biel. Dort wird Rodwin Dionicio trotz Vertrag bis 2027 herumgeboten. Der 22-jährige Doppelbürger (USA/Schweiz) ist ein hochbegabter «offensiver Offensivverteidiger» mit erheblichen Defiziten im Spiel ohne Puck und offenbar Problemen auch neben dem Eis: Wie die französische Ausgabe des «Blicks» berichtet, soll Dionicio mit bemerkenswert viel Übergewicht ins Training eingerückt sein.


Auch wenn er Linksschütze ist: Ein Powerplay orchestrieren kann der Bieler, Defensivverteidiger Anton Lindholm wäre in Bern wie geschaffen als Partner des früheren SCB-Juniors. Der Schwede war bereits Loeffels stabilisierender Nebenmann, wobei Dionicio eine Herausforderung ganz anderen Kalibers wäre …

Ein Deal «Dionicio für SCB-Stürmer» ergibt derzeit aber noch keinen Sinn: Die Seeländer verfügen über 19 Angreifer im Kader.

Philipp Kurashev und Thomas Bordeleau auf Clubsuche

Apropos Stürmer: Der SCB hat seine Fühler derzeit auch nach Nordamerika ausgestreckt. Dort ist der 30. Juni jeweils ein Stichtag für Spieler mit auslaufendem Vertrag. Wer bis zu diesem Tag keinen neuen Kontrakt unterschrieben hat, kommt am 1. Juli auf den Markt.

Laut NHL-Reglement können Clubs Spielern bis 26 Jahre eine sogenannte Qualifying Offer unterbreiten – ein Pro-forma-Angebot, das sie an sich bindet, um auch nach dem 30. Juni exklusiv mit ihnen verhandeln zu können. Nun haben aber gleich zwei U27-Angreifer mit SCB-Vergangenheit keine Qualifying Offer erhalten: San Jose hat kein Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit mit Philipp Kurashev (26), das Gleiche gilt für St. Louis und Thomas Bordeleau (24).


Nationalstürmer Kurashev spielte von 2012 bis 2015 im SCB-Nachwuchs. Der kanadisch-US-amerikanische Doppelbürger Bordeleau ist der Sohn des früheren SCB-Stürmers Sébastien Bordeleau (Meister 2004) und löste die erste Lizenz in Bern – er würde deshalb das Ausländerkontingent nicht belasten. Der 2020 in der 2. Runde gedraftete Stürmer ist in der NHL in eine Sackgasse geraten und spielte in den letzten zwei Jahren fast nur noch in der Farmteam-Liga AHL.

In Bern interessiert man sich für beide offensiv begabten Stürmer, das gilt aber auch für weitere NL-Clubs. Zwar möchten beide Stürmer ihre Karriere in Nordamerika fortsetzen. Ob sie aber die erhofften Vertragsofferten wirklich erhalten, ist in ihrer Situation fraglich. Die Schweiz wäre deshalb für beide eine verlockende Alternative.

Antworten