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frohesfest
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Re: Pressemeldungen

Beitrag von frohesfest » Do 29. Sep 2022, 20:26

fischs hat geschrieben:
> https://www.derbund.ch/jetzt-duerfen-endlich-die-jungen-ran-766803350131
>
>
>
> https://www.bernerzeitung.ch/glauben-sie-wirklich-das-ist-unser-plan-786777307642


Falls es keine zu grossen Umstände macht, könntest du ja den Text einfügen? Und wenn nicht, auch keun Problem...

OldBear
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Re: Pressemeldungen

Beitrag von OldBear » Fr 30. Sep 2022, 05:26

CB-Trainer Johan Lundskog: «Glauben Sie wirklich, das ist unser Plan?»
SCB-Trainer Johan Lundskog«Glauben Sie wirklich, das ist unser Plan?»
Der SC Bern sorgt mit Punktverlusten bei Kloten und Ajoie und einseitig verteilten Eiszeiten von einzelnen Stürmern für Aufsehen.
Kristian Kapp
Kristian Kapp
Publiziert: 29.09.2022, 20:10
Overtime-Niederlage bei Ajoie: SCB-Cheftrainer Johan Lundskog (vorne) und sein Assistent Christer Olsson geben Anweisungen.
Overtime-Niederlage bei Ajoie: SCB-Cheftrainer Johan Lundskog (vorne) und sein Assistent Christer Olsson geben Anweisungen.
Foto: Anthony Anex (Keystone)

Es hätten für den SCB nach dem ersten Saisonsieg im vierten Spiel gegen Rapperswil-Jona zwei weitere Partien mit dem Punktemaximum werden sollen. Doch sowohl in Kloten als auch bei Ajoie mussten die Berner mit einem 2:2 in die Overtime – dort gab es je einen Sieg und eine Niederlage. Bei den Zürchern drehte der SCB ein 0:2, in Pruntrut wurde dieselbe Führung verspielt. Es läuft also etwas bei Spielen mit Berner Beteiligung …

Auffallend war die Ineffizienz: 40 Schüsse aufs Tor in Kloten, deren 52 bei Ajoie, insgesamt gar 95 Abschlussversuche in Pruntrut – und dennoch nur fünf Tore. «Das sind weggeworfene Punkte, wie schon in Biel», sagt Trainer Johan Lundskog – in Biel hatte der SCB im Schlussdrittel 3:1 geführt und dann 3:4 nach Penaltyschiessen verloren. «Wir könnten problemlos fünf Punkte mehr auf dem Konto haben und vorne in der Tabelle stehen. Das ist frustrierend.»

Und das sorgt für Unruhe im Umfeld, die auch Team und Trainer mitbekommen: «Ja, wir vergaben Siege und zeigten Lernbedarf beim Managen von Führungen. Aber wir machten auch regelmässig sehr vieles gut, kreierten in jedem Spiel genug Torchancen, um eine Siegchance zu haben, und spielten mit Passion.» Darum erinnere er sein Team immer wieder genau daran. «Im Moment hören wir von aussen ja, wie schlecht wir seien. Wir dürfen nicht erlauben, dass all diese äusseren Einflüsse eine Auswirkung auf uns haben.»
So viel Powerplay – doch nur ein Tor

Fast schon grotesk muten die Punktverluste bei Ajoie an. In einem Spiel, in dem der SCB dem Gegner bei 5-gegen-5-Hockey kaum Torchancen zugestand. Oder um es in der Analytics-Sprache der «Expected Goals» auszudrücken: Ajoie hatte gemäss «49ing», der für die offizielle Ligastatistik zuständigen Firma, bei Vollbestand beider Teams bloss 0,47 «zu erwartende Tore». Seine Treffer, um im Mitteldrittel wie aus dem Nichts das 0:2 auszugleichen, erzielte der Aussenseiter im Powerplay. Der SCB seinerseits schoss in neuneinhalb Minuten Überzahlspiel nur einen Treffer.

Trainer Lundskog ortet zwar Probleme im Unterzahlspiel: «Dort lassen wir zu viele Chancen zu.» Aber explizit nicht im Überzahlspiel: «Die Spielweise stimmt, wir generieren selber ja viel Torgefahr. Es geht nur um die Effizienz und um Zentimeter und Details: Wir haben mit Simon Moser die Präsenz regelmässig vor dem Tor, vom Mitspieler vor ihm (Joël Vermin) und jenem an der Flanke (Oscar Lindberg) muss noch mehr Unterstützung kommen bei Abprallern. Ansonsten stimmt vieles in unserem Powerplay.»
Immer wieder auf dem Eis: Chris DiDomenico (Mitte) im Powerplay des SCB, gemeinsam mit Teamkollege Oscar Lindberg.
Immer wieder auf dem Eis: Chris DiDomenico (Mitte) im Powerplay des SCB, gemeinsam mit Teamkollege Oscar Lindberg.
Jonathan Vallat (Freshfocus)

Für viel Aufsehen sorgte Berns Powerplay bei Ajoie indes mit der einseitig verteilten Eiszeit: Die erste Formation mit Romain Loeffel an der blauen Linie, Chris DiDomenico und Lindberg an den Banden als Spielmacher respektive Direktschützen, Joël Vermin im Zentrum sowie Moser vor dem Tor spielte gut sieben der neun Minuten Überzahlzeit. Für die zweite mit Ramon Untersander, Benjamin Baumgartner, Tristan Scherwey, Colton Sceviour und Sven Bärtschi blieben folglich nur deren zwei.

Zu viel Ego in der ersten Formation respektive keine Lust zum Wechseln? Lundskog widerspricht vehement: «Natürlich wollen wir ausgeglichenere Zeiten zwischen den beiden Formationen. Wer sich aber die Powerplays im Ajoie-Spiel anschaut, sieht, dass es häufig gar keinen Sinn ergab, fliegend zu wechseln: Entweder waren wir mit Puckbesitz in der Offensivzone, oder Ajoie gelangen keine guten Befreiungsschläge, was uns die Chance bot, sofort wieder Druck auf ein müdes Boxplay zu machen, statt wechseln zu gehen.»

Eine kleine Ausnahme bot indes DiDomenico, der seine Shifts regelmässig um ein paar Sekunden verlängerte, während der Rest dann endlich wechseln ging. Dies zeigt sich bei der Eiszeit seines Pendants als Spielmacher im zweiten Powerplay: Baumgartner kam auf nur 44 Sekunden Spielzeit in Überzahl.
Der frappante Unterschied zum Siegtorschützen

DiDomenico und seine Einsatzzeiten. Diese sind generell bereits nach sechs Spielen ein Thema. Der Kanadier stand beim Ajoie-Spiel 27 Minuten auf dem Eis – eine für Stürmer epische und irritierend grosse Zahl. Alles über 20 Minuten gilt bei Angreifern als Forcieren. Nicht nur also agierte Lundskog einmal mehr mehrheitlich nur mit drei Linien – aus der Topformation um Center Sceviour (knapp 22 Minuten) mit den Flügeln DiDomenico und Moser (knapp 24 Minuten) wurde zusätzlich alles oder mehr ausgepresst. Zudem stand Nummer-2-Center Lindberg ebenfalls fast 26 Minuten auf dem Eis.

«Sowohl ‹DiDo› als auch Bärtschi haben eigentlich gute Absichten, sie wollen den Unterschied ausmachen und zeigen, dass sie wichtige Spieler für uns sein wollen.»
Johan Lundskog, Cheftrainer SC Bern

Mit solchen Methoden macht sich ein Coach selbstverständlich angreifbar, vor allem, wenn der Sieg ausbleibt. So unfassbar DiDomenicos Eiszeit auch auf den ersten Blick anmutet: Ein detaillierter Blick zeigt Erstaunliches. Auf seine 27 Minuten kam er mit 32 Einsätzen. Bei Ajoie kam Stürmer und Siegestorschütze Guillaume Asselin zwar auch auf 29 Shifts, aber nur auf gut 20 Minuten Einsatzzeit. Ergo: DiDomenico stand nicht nur häufig auf dem Eis, seine Shifts waren zudem viel zu lange. Selbst wenn pro Einsatz im Durchschnitt nur fünf «unnötige» Sekunden dazukommen, macht das bei 30 Shifts rund zweieinhalb Minuten aus.

Ein weiteres groteskes Beispiel: Der Kanadier wurde in der Overtime gar nicht wirklich forciert, sondern nur zwei Mal aufs Spielfeld beordert. DiDomenico verbrachte in der Verlängerung dennoch 2:30 Minuten auf dem Eis …
Zäher Zweikampf: Berns Simon Moser (rechts) im Duell um den Puck mit Ajoies Valentin Pilet.
Zäher Zweikampf: Berns Simon Moser (rechts) im Duell um den Puck mit Ajoies Valentin Pilet.
Foto: Jonathan Vallat (Freshfocus)

Lundskog verhehlt auch die interne Disskussion um die «Wechseldisziplin» nicht: «Das ist nicht nur bei DiDomenico ein Thema. Auch die Einsätze von Bärtschi, aber auch anderen Spielern sind häufig zu lange.» Und nein, das sei nicht Teil des Gameplans, sagt Lundskog. Er nimmt seine beiden prominenten Neuzuzüge dennoch in Schutz: «Sowohl ‹DiDo› als auch Sven haben eigentlich gute Absichten, sie wollen den Unterschied ausmachen und zeigen, dass sie wichtige Spieler für uns sein wollen. Aber das ist nichts, was auf längere Dauer funktionieren kann.»

Wer den Kanadier im Ajoie-Spiel genauer beobachtete, sah in der Tat einen fast schon übertriebenen Einsatz und den Hang zum «Überbiss».
Ein Zeichen des grossen Drucks

Doch wer nur auf die nackten Zahlen schaut und Stürmer mit weit über 20 Minuten Einsatzzeiten pro Spiel sieht, denkt unweigerlich an «Steinzeit»-Methoden. Im modernen Eishockey und dem immer schnelleren und intensiveren Spiel sollte es gang und gäbe sein, mit vier einigermassen regelmässig eingesetzten Sturmlinien zu spielen. Es entpuppt sich fast immer als völlig kontraproduktiv, einzelne Stürmer derart zu forcieren. Es ist zudem auch für Lundskog sehr ungewöhnlich, zu dieser Methode griff er letzte Saison so gut wie nie.

Extremes Forcieren der Kräfte ist fast immer das Resultat von sich selbst aufgesetztem und (zu) grossem Siegeszwang. Dass der SCB nach drei schlechten Saisons und dem Aufrüsten auf dem Transfermarkt unter grossem Druck stehen würde, war klar. Damit muss ein Trainer in Bern allerdings klarkommen. Wie speziell der Planet SCB tickt, zeigt auch diese Episode: VR-Präsident Marc Lüthi, der nach der an sich guten Partie in Biel zwar ungewollt, aber mit einer unbedarften Aussage auf einer lauten Boulevard-Plattform für das Ausrufen eines «Trainer-Countdowns bis zur zehnten Runde» sorgte. Wohlgemerkt nach nur drei Spielen. Drei Spielen!

«Oscar Lindberg ist bislang einer unserer solidesten Spieler, ich mache mir überhaupt keine Sorgen bei ihm, er wird bald belohnt werden.»
Johan Lundskog, Cheftrainer SC Bern

Das ist indes eine Nebenepisode, die der Trainer nicht kontrollieren kann. Baustellen, die er beheben muss, hat er aber zur Genüge. Die Sceviour-Linie skorte zwar regelmässig, zeigte bei Ajoie nach dem vierten Spiel hintereinander mit sehr viel Eiszeit allerdings schon erste Ermüdungserscheinungen und war nicht mehr so dominant. Nicht was die Tore, aber was immerhin die Torgefahr anging, wurde sie von Lindbergs Formation mit den Flügeln Bärtschi und Vermin übertroffen. Das ist immerhin eine kleine gute Nachricht für Bern.
Viele Schüsse, kein Tor: Berns Oscar Lindberg (rechts) wird von Ajoies Gregory Sciaroni bedrängt.
Viele Schüsse, kein Tor: Berns Oscar Lindberg (rechts) wird von Ajoies Gregory Sciaroni bedrängt.
Foto: Jonathan Vallat (Freshfocus)

Denn diese Linie war bislang ein SCB-Sorgenkind, der fleissige und in allen Zonen präsente Lindberg (zwar null Tore, aber mit 31 Torschüssen die Nummer 1 der Liga) schien ein «Opfer» der Anpassungsschwierigkeiten Bärtschis, der gerade bei seinen langen Shifts und vor allem zu Saisonbeginn Mühe mit dem Tempo bekundete. «Oscar spielte zunächst neben Moser und traf auch nicht, ich sehe hier darum kein ‹Bärtschi-Problem›», sagt Lundskog. «Er ist bislang einer unserer solidesten Spieler, ich mache mir überhaupt keine Sorgen bei ihm, er wird bald belohnt werden.»

Und Bärtschis Baisse? SCB-Sportchef Andrew Ebbett hatte vor der Saison um Geduld beim Nordamerika-Rückkehrer gebeten. Lundskog bläst ins gleiche Horn: «Sven vor seinem zehnten Spiel zu verurteilen, ist unfair. Er wird immer besser werden.»
Die rhetorische Frage des Trainers

Bleibt eine weitere, nicht unwichtige Baustelle. Die Leidtragenden des 3-Linien-Spiels ist die vierte Linie rund um Center Joshua Fahrni. Seine Flügel Santiago Näf und Fabian Ritzmann kamen zuletzt auf noch weniger Eiszeit als Fahrni, der als Einziger hin und wieder einzelne Shifts mit den vorderen Linien bestreiten durfte. Dennoch können der 19-jährigen Entdeckung der Vorsaison mehr als die sieben Minuten in der Ajoie zugemutet werden.

«Glauben Sie wirklich, unser Plan ist es, DiDomenico jeden Abend 27 Minuten spielen zu lassen?», stellt Lundskog eine rhetorische Frage und beantwortet sie selbst: «Wenn das jemand behauptet, dann ist das schlicht Unwissen. Ich will das nicht, ‹DiDo› will das nicht, niemand will das.» Bereits am Freitag gegen Lausanne würden die Eiszeiten anders verteilt, sagt Lundskog. «Fahrni war nach der Rückkehr von der U-20-WM im Sommer etwas matt. Nun wird gerade er Schritt für Schritt immer mehr spielen.»

OldBear
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Re: Pressemeldungen

Beitrag von OldBear » Fr 30. Sep 2022, 05:33

B-Coach Lundskog krempelt die Linien um: Jetzt dürfen endlich die Jungen ran
SCB-Coach Lundskog krempelt die Linien umJetzt dürfen endlich die Jungen ran
Joshua Fahrni, Fabian Ritzmann und Santiago Näf spielten zuletzt kaum eine Rolle. Das soll sich nun gegen Lausanne ändern.
Angelo Rocchinotti
Publiziert: 29.09.2022, 20:18
Letzte Saison gehörte SCB-Stürmer Joshua Fahrni (rechts) zu den Aufsteigern. Heuer aber spielte der 19-Jährige noch keine grosse Rolle.
Letzte Saison gehörte SCB-Stürmer Joshua Fahrni (rechts) zu den Aufsteigern. Heuer aber spielte der 19-Jährige noch keine grosse Rolle.
Foto: Georgios Kefalas (Keystone)

Erinnern Sie sich an Joshua Fahrni? Der 19-Jährige gehörte zu den Aufsteigern der letzten Saison und war der Lichtblick beim SCB. Pro Spiel kam der Stürmer während rund 13 Minuten zum Einsatz, erzielte drei Tore und zehn Assists – und wurde von Nationaltrainer Patrick Fischer für die WM-Vorbereitung aufgeboten.

«Josh ist für sein Alter sehr reif», lobte Fischer. «Er ist unerschrocken, spielt mutig, verfügt über eine gute Technik und ist läuferisch stark.» Beim SCB setzte ihn Trainer Johan Lundskog sogar im Überzahlspiel ein. Heuer aber braucht man schon fast einen Feldstecher, will man nach dem Berner Oberländer Ausschau halten.

Über die vierte Linie kam Fahrni bisher nur selten hinaus, spielte keine Sekunde Powerplay und brachte es gegen Aufsteiger Kloten auf nicht einmal mehr drei Minuten Eiszeit. Etwas, was auch clubintern für Stirnrunzeln sorgte. Fahrni will keine Polemik entfachen, sagt: «Für mich war es nicht einfach. Ich bin jemand, der viel Eiszeit möchte und mit der Scheibe etwas kreieren will. Auf dem Papier wurde das Team aber im Vergleich zum Vorjahr stärker. Man muss sich die Eiszeit verdienen.»
Fahrni neben DiDomenico und Moser

Zu noch weniger Einsätzen kam Fabian Ritzmann. Im Schnitt stand der Stürmer zwei Minuten und 53 Sekunden auf dem Eis. Dabei wurde der 20-Jährige mit den Gardemassen von 1,91 Metern und 89 Kilogramm im Sommer extra aus Davos geholt. «Ich brauchte diesen Wechsel, wollte etwas Neues sehen und neue Erfahrungen sammeln. Nachdem ich aus Scuol kam, verbrachte ich meine ganze Juniorenzeit beim HCD», erklärt Ritzmann.
SCB-Coach Johan Lundskog will den Jungen Joshua Fahrni, Fabian Ritzmann und Santiago Näf am Freitag gegen Lausanne mehr Verantwortung übertragen.
SCB-Coach Johan Lundskog will den Jungen Joshua Fahrni, Fabian Ritzmann und Santiago Näf am Freitag gegen Lausanne mehr Verantwortung übertragen.
Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)

Der Engadiner beschreibt sich als extrovertierten Typ. Obwohl er zunächst niemanden gekannt habe, habe er sich schnell eingelebt. Er schwärmt von der Kulisse in der Postfinance-Arena. «Es ist cool und ganz anders als in Davos. Da spielte ich oft vor 3500 Zuschauern.» Statt in einer WG lebt Ritzmann erstmals allein. Es sei gemütlich und mache Spass. Doch ist der Spassfaktor wirklich so hoch, wenn man kaum spielt?

«Es ist anders», so der Stürmer. «Auf dem Eis versuche ich, stets meine Stärken auszuspielen und dem Team Energie zu geben. Wenn es aber meine Aufgabe erfordert, auf der Bank für Stimmung zu sorgen, erledige ich auch das mit Vergnügen. Obwohl ich der Mannschaft mehr helfen möchte, komme ich jeden Tag gerne ins Stadion.»
«Versuche, Druck auszuüben»

Die grösste Herausforderung sei es, die Konzentration aufrechtzuerhalten. Ritzmann sieht aber auch Verbesserungspotenzial. «Wir Jungen können es eigentlich, sind aber im Vergleich mit den routinierten Spielern nicht so konstant. Das müssen wir hinbekommen.»

Den Kopf wollen sich Ritzmann und Fahrni nicht zerbrechen. Letzterer gibt zu: «Natürlich stinkt es dir etwas, wenn du nicht viel spielen kannst. Aber jeder macht solche Phasen durch. Man bekommt nichts auf dem Silbertablett serviert. Ich versuche einfach, mich aufzudrängen, Druck auf die anderen Linien auszuüben und die Mitspieler herauszufordern.»

Das scheint sich jetzt auszuzahlen. Mit Freude dürften Fahrni, Ritzmann und Santiago Näf, der Dritte im Bunde, am Donnerstag auf die Magnettafel in der Garderobe geschaut haben. Denn Lundskog krempelte sämtliche Linien um, will die Last nun auf mehrere Schultern verteilen und den Jungen mehr Auslauf geben.

Fahrni dürfte gegen Lausanne zwischen Captain Simon Moser und Topskorer Chris DiDomenico zum Einsatz kommen. Näf neben Joël Vermin und Colton Sceviour. Und Ritzmann sollte neben Benjamin Baumgartner und Thierry Bader spielen. Damit würden Tristan Scherwey und Sven Bärtschi an den Seiten von Oscar Lindberg stürmen.

Im Training wollten die Jungen kaum mehr vom Eis. Die nachfolgenden Trainingsgäste mussten sich in Geduld üben. Captain Moser stand seinen Kollegen mit Rat und Tat zur Seite, half sogar mit, die Pucks einzusammeln. «Es scheint, als erhalte ich nun die Chance, öfter zu spielen», freut sich Fahrni. «Nun gilt es, diese zu packen.»

Es ist nicht davon auszugehen, dass Lundskog noch einmal umstellen wird. Dominik Kahun beobachtete das Training von der Tribüne aus. Er könnte gegen Nashville am Montag wieder eingreifen.
Fabian Ritzmann und Goalie Philip Wüthrich im Kampf gegen die Lakers. Der Neuzugang aus Davos kommt im Schnitt auf nicht einmal drei Minuten Eiszeit pro Spiel.

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Re: Pressemeldungen

Beitrag von Assist » Fr 30. Sep 2022, 06:10

Irgendwie seltsam das Interview mit Lundskog... Er selber will solche Eiszeiten nicht, Dido will es nicht und trotzdem passiert es? Hä? Wer ist denn dafür verantwortlich? Die Dame am Wurststand? :shock:

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Re: Pressemeldungen

Beitrag von Aeschbi » Fr 30. Sep 2022, 06:12

Ein bisschen viel Blabla von diesem Lundskog.

"Glauben Sie wirklich..." ja, glaube ich, sonst hätte ein DiDo nicht so viel Eiszeit. Man hat sowieso den Eindruck, dass sich einzelne Spieler die Eiszeit selbst zuteilen können.
Was hier im PB bereits seit einigen Tagen heiss diskutiert wird, kommt nun plötzlich beim Trainer auch an. Man könnte wirklich meinen, dass ML & Co. hier mitlesen und die "Tipps" dankbar aufnehmen. :lol:

Lundskog kommt bei mir jedenfalls nicht sehr souverän rüber.

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Re: Pressemeldungen

Beitrag von frohesfest » Fr 30. Sep 2022, 06:29

Danke OldBear fürs reinstellen der Berichte :)

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Re: Pressemeldungen

Beitrag von frohesfest » Fr 30. Sep 2022, 06:32

Aeschbi hat geschrieben:
> Ein bisschen viel Blabla von diesem Lundskog.
>
> "Glauben Sie wirklich..." ja, glaube ich, sonst hätte ein DiDo
> nicht so viel Eiszeit. Man hat sowieso den Eindruck, dass sich einzelne
> Spieler die Eiszeit selbst zuteilen können.
> Was hier im PB bereits seit einigen Tagen heiss diskutiert wird, kommt nun
> plötzlich beim Trainer auch an. Man könnte wirklich meinen, dass ML &
> Co. hier mitlesen und die "Tipps" dankbar aufnehmen. :lol:
>
> Lundskog kommt bei mir jedenfalls nicht sehr souverän rüber.

Da stimme ich dir einerseits zu. Andererseits macht es ja auch Sinn, dass die Linien sich ein paar Spiele lang einspielen können. Würde nach jedem Match die Linien umgestellt, wärs ja auch komisch. Aber klar, bei der Eiszeit-Verteilung bin ich klar bei dir. Wahrscheinlich war der unbedingte Wille zum Sie "zu stark". Irgendwo durch ein bisschen verständlich, nach den letzten Saisons.
Ich freue mich jedenfalls bereits auf heute Abend und bin gespannt ob es effektiv neue Linien und eine bessere Eiszeit-Verteilung gibt. Wenn ja: gute gemacht Pinboard ;)

JetztErstRecht
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Re: Pressemeldungen

Beitrag von JetztErstRecht » Fr 30. Sep 2022, 06:33

Da gab es wohl eine interne Aussprache, anders kann ich mir den Sinneswandel nicht erklären! Sehr speziell ;-)

Hockeyfan
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Re: Pressemeldungen

Beitrag von Hockeyfan » Fr 30. Sep 2022, 06:38

Wenigstens hat er endlich geschnallt, dass es wenig Sinn macht, die 3 Junioren in einem block zu vereinen. So wie in der BZ angekündigt aufstellen und dann mit 4 Linien powern. Das ist es, was wir in Bern sehen wollen.

Jiri Lala
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Re: Pressemeldungen

Beitrag von Jiri Lala » Fr 30. Sep 2022, 07:11

"Glauben Sie wirklich, dass wir das wollen?"

Aber warum es bislang so war, kein Grund... Und nun auf einmal Fahrni in der ersten Linie.. das ist seltsam.. Zaugiger Klaus behauptet ja, dass sich dad Tem schon selbst aufstellt.. dass ist ja der Grund, weshalb die Leader diesen Trainer behalten wollten..

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