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Pressemeldungen

Themen rund um den SCB.

Re: Pressemeldungen

Beitragvon OldBear » Mo 22. Okt 2012, 16:17

OldBear
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Re: Pressemeldungen

Beitragvon roche77 » Di 23. Okt 2012, 14:42

http://www.blick.ch/sport/eishockey/nla ... 77276.html

ausgerechnet die oberhanswurst kessler waescht dreckige waesche.
dino wisch vor deiner eigenen tuer.denn da gaebe es viele geschichtchen aus deiner berner zeit ::))!!!!
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Re: Pressemeldungen

Beitragvon Maple Leaf » Mi 24. Okt 2012, 07:00

Der SCB wagt das «Shedden-Experiment»

von Klaus Zaugg - SCB-General Marc Lüthi hält auch nach der 0:3-Pleite gegen die Lakers eisern an Trainer Antti Törmänen fest. Er geht ein unkalkulierbares Risiko ein.

Vor einem Jahr hat Marc Lüthi ohne jede sportliche Not und gegen den Rat seines Sportchefs Sven Leuenberger Trainer Larry Huras gefeuert und durch Antti Törmänen ersetzt.

Nun steckt der SCB in der tiefsten Krise seit dem Herbst 2004. Aber Marc Lüthi stützt seinen Trainer Antti Törmänen durch alle Böden hindurch. So viel Geduld hatte der SCB seit dem Wiederaufstieg von 1986 noch nie mit einem Trainer.

Marc Lüthi begründet sein Festhalten am Trainer gegenüber 20 Minuten Online so: «Wenn die Spieler nicht Vollgas geben, dann ist nicht nur der Trainer schuld. Es gibt auch eine Eigenverantwortung der Spieler.» Wird also am Freitag gegen die Kloten Flyers wieder Antti Törmänen an der Bande stehen? «Ja». Und was ist, wenn der SCB erneut verliert? Marc Lüthi, grantig: «Wir werden nicht verlieren.» Seine Worte in Gottes Ohr.

Wie einst der EV Zug

Dieses Festhalten am Trainer kann durchaus richtig sein. Der EV Zug hat im Herbst 2008 trotz einer noch tieferen Krise seinen neuen kanadischen Trainer Doug Shedden im Amt belassen. Nach einem 2:1-Sieg im ersten Spiel folgte eine beispiellose Niederlagenserie: 3:4 n.V. gegen Langnau, 2:3 gegen den ZSC, 2:4 gegen Biel, 1:4 gegen Servette, 2:4 gegen Ambri und schliesslich ein 0:6 gegen Langnau. Sieben Spiele, sechs Pleiten und der letzten Platz – dagegen nimmt sich die aktuelle SCB-Depression (drei Niederlagen in den letzten sieben Spielen und Rang 7) geradezu harmlos aus.

Die Kritik in Zug war damals heftig, die Polemik feurig, der Spott bissig. Doch die Zuger blieben cool und hielten durch die Krise im September, Oktober, November und Dezember unbeirrt zu ihrem Trainer. In erster Linie, weil eine Entlassung – Shedden hatte einen hoch dotierten Zweijahresvertrag – gut und gerne eine Million gekostet hätte und damit ganz einfach viel zu teuer war. Und siehe da: Das «Shedden-Experiment» funktionierte. Die Zuger kamen vom letzten Platz weg, qualifizierten sich in einem sensationellen Endspurt im 50. und letzten Qualifikationsspiel für die Playoffs und kippten dann im Viertelfinale Qualifikationssieger SC Bern grandios aus den Playoffs. Warum sollte das «Shedden-Experiment» nicht auch dem SC Bern mit Antti Törmänen gelingen?

Es brauchte eine Gewöhnungsphase

Es gibt einen ganz grossen Unterschied zwischen dem EV Zug im Herbst 2008 und dem SC Bern im Herbst 2012: Die Persönlichkeit des Trainers. Die Spieler mussten sich in Zug nach dem freundlich-grantigen Gentleman und Kabinen-Politiker Sean Simpson erst an den «Rumpelkommunikator» Doug Shedden und seine raue, direkte Art gewöhnen. Sie erlebten einen Kulturschock. Aber der charismatische Kanadier wich nicht einen Millimeter von seiner harten Linie ab. Er schonte mit Kritik auch die Stars nicht und gewann so nach und nach das Vertrauen aller Spieler. Sie waren schliesslich bereit, für ihren Chef durchs Feuer zu gehen – und so ist es heute noch. Nur Josh Holden mag den Trainer nicht.

Doug Shedden steht inzwischen in seinem fünften Dienstjahr. Viermal hintereinander hat er den EVZ ins Halbfinale geführt. Den Fans beschert er während der Qualifikation ordentlich Rock und Roll. Meister ist er nicht geworden, weil im Halbfinale Torhüter Jussi Markkanen der Nervenbelastung nie gewachsen ist.

Törmanen funktioniert nicht wie Shedden

Antti Törmänen ist nicht Doug Shedden. Der Unterschied im persönlichen Auftreten ist zwischen dem autoritären, charismatischen Doug Shedden und dem freundlichen, klugen, antiautoritären Antti Törmänen noch grösser als wie zwischen dem Kapitalisten Marc Lüthi und dem Sozialisten und alt Bundesrat Moritz Leuenberger. Doug Shedden personifiziert eine entschlossene Kämpfernatur. Antti Törmänen den freundlichen, verständnisvollen Problemausdiskutierer und –Aussitzer.

Gelingt Marc Lüthi mit dem Festhalten an seinem finnischen Trainer das «Shedden-Experiment», dann müssen wir im Bernbiet Kevin Schläpfer den Titel als «Hockey-Gott» aberkennen. Weil dann der Hockeygott in Bern hockt. Und wir werden uns vor Antti Törmänen verneigen und wünschen, dass alle unsere kritischen Worte zu Fünflibern in der SCB-Kasse werden.

Das Risiko ist gross

Aber wenn dieses Experiment in Bern schief geht, dann riskiert Marc Lüthi nicht bloss die Playouts. Sondern auch die Zersetzung der über Jahre sorgsam aufgebauten, gehegten und gepflegten und nordamerikanisch gepräften SCB-Leistungskultur. Und damit einen so grossen sportlichen Landschaden, dass ihn die Aufräumarbeiten noch während der ganzen nächsten Saison beschäftigen werden.

Noch selten hat ein Hockeymanager so hoch gepokert wie jetzt der SCB-General. Der Unterhaltungswert dieses «Shedden-Experimentes» ist ganz einfach unbezahlbar.
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Re: Pressemeldungen

Beitragvon legrom81 » Mi 24. Okt 2012, 07:41

BZ online:

Tadel für die Spieler, Kredit für den Trainer
Von Reto Kirchhofer



Willkommen im Strichkampf, SCB! Das Team von Trainer Antti Törmänen verliert in Rapperswil-Jona 0:3 – CEO Marc Lüthi nimmt die Spieler in die Pflicht.


Die grössten Emotionen zeigte gestern Abend beim Auftritt des SC Bern in Rapperswil-Jona Marc Lüthi. Der CEO stapfte nach Spielschluss mit finsterer Miene in die Gästegarderobe. Viele Worte fielen nicht, «es genügte, in die Gesichter der Spieler zu sehen», sagte Lüthi. «Und es soll mir ja niemand mit dem Thema Trainer kommen.»

Danach verschaffte der Geschäftsführer seinem Ärger mit klaren Worten Luft, wobei der Begriff «grottenschlecht» noch in die Kategorie der harmlosen Ausdrücke gehörte. Auch eine Viertelstunde nach Spielende war Lüthi ausser sich und murmelte: «Die gehen heute nochmals aufs Eis.» Soll heissen: Die Spieler könnten nach der Rückkehr vor Mitternacht zu einem Straftraining verdonnert worden sein.

Hat der CEO überreagiert? Keineswegs, der Unmut war auch in diesem Ausmass verständlich: Der SCB präsentierte sich bei seiner höchsten Saisonniederlage –0:3 gegen die Lakers – in keiner Weise wie eine Mannschaft, die nach durchzogenen Auftritten eine Reaktion zeigen wollte. Trainer Antti Törmänen hatte es erneut mit Umstellungen der Linien versucht, die Mittelstürmer Byron Ritchie, John Tavares und Joël Vermin in einem Block vereint.

Verteidiger Travis Roche kehrte nach einer Pause von 7 Partien ins Team zurück. Für den Kanadier wich der Schwede Nicklas Danielsson, weshalb Peter Popovic, Assistenztrainer des schwedischen Nationalteams, seinen geplanten Trip an den Obersee kurzfristig hatte absagen müssen. Er hatte Danielsson unter die Lupe nehmen wollen, verfolgte dann als Alternative den Auftritt Henrik Zetterbergs mit Zug bei den ZSC Lions und war mit dieser Variante gewiss besser bedient.

Ausführliche Mängelliste

Törmänens Umstellungen sorgten auf dem Eis nicht für den gewünschten Wirbel, sondern erwiesen sich als Sturm im Wasserglas. 16:5 lautete zwar das Schussverhältnis nach dem ersten Drittel zu Berner Gunsten, in der wesentlichen Statistik aber führte Rapperswil-Jona 1:0 – der Schuss Matteo Nodaris war von Ryan Gardner für Marco Bührer unhaltbar abgelenkt worden. «Dies war ein Tiefschlag», sagte Trainer Törmänen.

Dessen Schützlinge vermochten ihre Verunsicherung nie zu kaschieren und brachten sich mit zahlreichen Unzulänglichkeiten gegen die äusserst bescheiden agierenden Lakers in unschöner Regelmässigkeit selbst in Bedrängnis – Puckverluste hier, Frustrationsabbau in Form von Strafen da. So konnte Jason Spezza beispielsweise im Powerplay mutterseelenallein auf Bührer losziehen, was einer von zahlreichen Belegen des fahrigen, ungenügenden Berner Auftritts war.

«Ich bin sehr enttäuscht»

Dass der Rapperswiler Topskorer in der 43. Minute den Puck unbedrängt im Slot zum 2:0 verwerten konnte, passte ins Bild. Es war eines dieser, pardon, «Dreckstore», die auffallend oft den SCB-Gegnern und auffallend selten den Bernern gelingen. Auch dies ist ein Zeichen, dass es der Auswahl zurzeit an Elan und den letzten Leistungsprozenten mangelt.

«Ich bin sehr enttäuscht», sagte Törmänen. Der Finne wirkte auch gestern ruhig und souverän, der Druck auf ihn hat aber weiter zugenommen. Es fehlt im Team zurzeit an vielem, vor allem aber an der Überzeugung. Mit seinem unmissverständlichen Auftritt nach Spielschluss machte CEO Lüthi aber klar, dass er nicht bereit ist, den Weg des geringsten Widerstands – schreib: Entlassung des Trainers – zu gehen. Noch hat Törmänen bei der Klubführung Kredit; eine neuerliche Bankrotterklärung könnte indes härtere Folgen haben als ein allfälliges Straftraining. Für wen auch immer. (Berner Zeitung)

Erstellt: 24.10.2012, 08:05 Uhr
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Re: Pressemeldungen

Beitragvon roche77 » Mi 24. Okt 2012, 12:51

http://slapshot.ch.sportalsports.com/sp ... 00000.html

laut slapshot wollte luethi eine pk einberufen.diese fand dann aber nicht statt.
wollte er selber hinschmeissen?geruechte um geruechte!!!
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Re: Pressemeldungen

Beitragvon scb-bärner » Mi 24. Okt 2012, 20:51

Neben all dem wirren Zeug von Klaus oder auch hier auf dem Board wiedermal eine lesenswerte, messerscharfe Analyse aus der NZZ:


Trainerdiskussion im SC Bern

Harmonisch vereint in der Niederlage

In der Krise ist der Coach das schwächste Glied der Kette, und weil sich die Krise im SC Bern nach 9 Niederlagen in 16 Meisterschaftsspielen und dem 0:3 am Dienstag in Rapperswil-Jona nicht länger wegdiskutieren lässt, steht der Trainer Antti Törmänen unter Druck.

Daniel Germann

Der CEO Marc Lüthi beteuerte am Mittwoch, «der Trainer steht nicht zur Diskussion», wohlwissend, dass ebendiese längst läuft. Antti Törmänen selber wiegelt ab: «Ich versuche auszublenden, was um mich herum abgeht. Es hilft mir nicht, meine Arbeit so gut als möglich zu erledigen.»
Der SCB steckt in seiner ersten echten Krise seit acht Jahren. Im Herbst 2004 schlitterte der Klub unter dem zum Headcoach beförderten Assistenten Alan Haworth von Tiefpunkt zu Tiefpunkt. Vor der ersten Nationalmannschaftspause und einer Niederlage gegen Genf/Servette zog Lüthi die Reissleine und ersetzte Haworth durch Alpo Suhonen. Der Finne erreichte danach mit einem 10:1-Sieg im letzten Qualifikationsspiel gegen die Kloten Flyers noch knapp die Play-offs.
Nun naht die Nationalmannschaftspause erneut, der SCB spielt den letzten Match davor gegen Servette, und Lüthis Beteuerungen zum Trotz würde niemand die Hand dafür ins Feuer legen, dass der im letzten Winter vom Assistenten zum Headcoach beförderte Törmänen das Team auch im November noch führt. Lüthi streitet nicht ab, dass der Druck von aussen zunimmt. Noch aber stellt er sich nicht zuletzt deshalb schützend vor den Trainer, weil er ihn selber zum Headcoach befördert hat.

Gewisse Orientierungslosigkeit

Lüthi hat in seiner Amtszeit, die man auch als Regentschaft bezeichnen könnte, acht Trainer angestellt und auch wieder verabschiedet. Sie waren laut (John van Boxmeer) oder leise (Alpo Suhonen), reich dekoriert (Kent Ruhnke) oder noch fast unbekannt (Leo Schumacher), unerfahren (Alan Haworth) oder mit allen Wassern gewaschen (Larry Huras), weit gereist (Pekka Rautakallio) oder auch einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort (Riccardo Furrer). Meist war der Nachfolger die pure Antithese zu seinem Vorgänger.
Das gilt auch für den auf Eigenverantwortung bauenden Törmänen, der auf den Kontrollfreak Huras folgte. Das Hin und Her zeugt von einer gewissen Orientierungslosigkeit im grössten Schweizer Eishockeyklub. Der Captain Martin Plüss sagt: «Man kann den Trainer wechseln und damit bewirken, dass der eine oder andere für einen Moment aus seiner Komfortzone gelockt wird. Am Ende verändern sich dadurch die Persönlichkeiten der Spieler nicht. Wiederholt sich der Vorgang immer wieder, muss man das Personal auf und nicht neben dem Eis ersetzen.»

Möglicherweise in die Lockout-Falle getappt

Plüss fasst zusammen, was der Grossteil der Spieler denkt: Das Problem für den enttäuschenden Saisonstart ist nicht der Trainer. Törmänen ist nicht fehlerlos. Er ist im Umgang mit den Spielern zu tolerant, die Intensität im Training lässt zuweilen zu wünschen übrig. Das allein aber reicht nicht, um die kollektive Unterform der hochdotierten Mannschaft zu erklären.
Der SCB ist möglicherweise in die Lockout-Falle getappt. Durch die Zuzüge von Mark Streit, Roman Josi und John Tavares hat sich die Hierarchie verändert, ohne dass die temporären Verstärkungen bisher die Rollen übernehmen, die ihnen zugedacht sind. Am besten sichtbar ist das an Streit, der beim SCB noch nicht angekommen scheint. Der Captain der New York Islanders, der mit einem Teil seiner Nebenspieler befreundet ist, hält sich zurück, um nicht anzuecken.
So verliert der SCB weiter, harmonisch vereint zur Gruppe, die im Prinzip weiss, dass sie viel besser ist, als es momentan scheint. Man wartet auf einen Schlüsselsieg, das Platzen des Knotens oder auch einfach nur auf das Ende des Lockouts, das die alte, funktionierende Hierarchie wiederherstellt.
Törmänen sucht derweil weiter nach der Block-Zusammensetzung, in der jeder genug Eiszeit bekommt, sich alle liebhaben und das Team sogar noch gewinnt. Mit jedem weiteren Spiel, in dem der Knoten nicht platzt, rückt er aber der Entlassung etwas näher. Ist es so weit, wird sich der SCB neu orientieren. Wieder einmal.
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Re: Pressemeldungen

Beitragvon Aeschbi » Do 25. Okt 2012, 11:09

«Die ganze Organisation steht in der Pflicht»
Von Reto Kirchhofer.

Die Leistungen des SCB haben in den letzten Tagen hohe Wellen geworfen. Ist die harte Kritik für Sie nachvollziehbar?
Sven Leuenberger:Dass die Leute mit unserem Auftritt bei den Lakers und der Tabellensituation nicht zufrieden sind, ist verständlich. Nicht nachvollziehbar ist, wenn die Fans nach dem Heimsieg gegen Langnau applaudieren und nach der Niederlage gegen die ZSC Lions pfeifen. Gegen die Zürcher war unsere Leistung besser als gegen die Tigers. Gewinnen ist gut, verlieren ist schlecht – diese Blickweise genügt mir nicht. Aber klar ist, dass wir in der Tabelle den Ansprüchen nicht entsprechen. Was mir wirklich zu denken gibt, ist die Leistung gegen Rapperswil.

Die Mannschaft hätte in jener Partie ein Zeichen setzen können. Wie kann es sein, dass sie derart ohne Überzeugung spielt?
Diese Frage stelle ich mir auch. Für die Spieler ist klar, dass der Trainer nicht das Problem ist – und dann zeigen sie solch eine Leistung, das ist nicht zu erklären.

Weshalb gehen Anspruch und Realität auseinander?
Ich habe eine Vermutung: Viele Spieler dachten nach den starken Playoffs vor Saisonbeginn, dass es schon irgendwie gut komme. Ein Zeichen hierfür ist, dass jene Spieler, die eine starke letzte Saison hatten, bisher enttäuschen.

CEO Marc Lüthi nimmt auch explizit die Spieler in die Pflicht.
Die ganze Organisation steht in der Pflicht. Es ist die Aufgabe von jedem, dem Team zu helfen. Damit meine ich auch die Zuschauer.

Was erwarten Sie im Hinblick auf das Heimspiel gegen Kloten?
Dass die Spieler jene Dinge abrufen, die sie bereits 10'000-mal geübt haben. Diese Automatismen müssen einfach da sein. Und die Zuschauer wollen ja grundsätzlich, dass wir gewinnen, also gehe ich davon aus, dass sie das Team unterstützen werden.

Ein Teil der Fans sowie Online- und Boulevardmedien fordern vehement die Absetzung von Antti Törmänen. Ist die Kritik am Trainer berechtigt?
Es ist Aufgabe der Boulevardmedien, Dinge auf den Punkt zu bringen. Unverständlich ist aber, wenn jene Leute, die seit Jahren unsere Spiele besuchen, einfach in diesen grossen Ballon reinblasen, statt sich eine eigene Meinung zu bilden. Das stört mich. Gehe ich ins Kino, beurteile ich danach auch für mich, ob der Film gut war oder schlecht, und lasse mich nicht von allfälligen Kritiken beeinflussen.

Dass der Trainer nach drei Niederlagen in Folge in der Kritik steht, liegt auch am Klub, weil die Ansprüche an einen SCB-Trainer gestiegen sind.
Dieser Druck kommt von aussen. Bern hat 16000 Zuschauer, mit SCB-Schlagzeilen lassen sich Zeitungen besser verkaufen als mit Themen zu kleineren Klubs.

Aber aufgrund der letztjährigen Entlassung von Larry Huras ist doch klar, dass nun gerade in Bern der Trainer früher in den Fokus rückt als anderswo.
Meine Meinung zu Huras’ Entlassung ist bekannt, wie auch die damalige Begründung. Vergleichen wir diesbezüglich Äpfel mit Äpfeln, Birnen mit Birnen: In wirtschaftlicher Hinsicht stimmt es momentan, die Zuschauer kommen, also ist der Trainer aus dieser Optik im Vergleich zum Vorjahr kein Thema. Die andere Frage ist: Wo stehen wir sportlich?

Sie sind verantwortlich für die sportlichen Belange. Wann ist der Trainerwechsel für den Sportchef ein Thema?
Der Trainerwechsel ist dann ein Thema, wenn der sportliche Erfolg komplett ausbleibt.

Wäre dies nach vier Niederlagen in Folge bereits der Fall?
Ich bin überzeugt, dass unsere Mannschaft die Kehrtwende schaffen wird.
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Re: Pressemeldungen

Beitragvon Biojüre » Fr 26. Okt 2012, 12:11

Morgan Samuelsson auf Bluewin.ch: DAS LANGWEILIGSTE BERN ALLER ZEITEN

"Der SC Bern könnte die Liga dominieren wie einst das Grande Lugano. Stattdessen fällt der stolze Verein immer tiefer.
Mit einem Kader, das gut genug ist, um die Qualifikation zu dominieren, dümpeln die Mutzen auf Rang sieben der Tabelle. Nur gerade mit einem Zwei-Punkte-Polster auf den Strich. Wie konnte es bloss soweit kommen? Ich sehe zwei Hauptprobleme. Bei den Spielern vermisse ich die Aggressivität, die Leidenschaft und das Herz, für diese Fans und den Verein zu spielen. Vor allem die (Alt-)Stars sind im Moment nur ein Schatten ihrer selbst und nicht in der Lage, Spiele für den SCB zu gewinnen. Und jene (jungen) Spieler, die den Hunger und das Feuer haben, werden in den entscheidenden Momenten vom Trainer nicht eingesetzt.

Falsches System für diese Spieler

Und da sind wir bei Problem Nummer zwei: Antti Törmänen macht in der momentanen, schwierigen Phase keine glückliche Figur. Selten sieht man Törmänen aktiv coachen. Was mich jedoch mehr stört als das passive Coaching ist die taktische Ausrichtung der Mannschaft. Mit dem äusserst passiven 1-1-3-System ermöglicht es Törmänen praktisch jedem Gegner, den SCB zu schlagen. Mit einem aggressiven, dem Spielerpotenzial entsprechenden offensiven System hätte es jedes Team schwer, über 60 Minuten gegen den SCB mitzuhalten. Dazu kommen fragwürdige Ausreden nach unnötigen Niederlagen wie «schlechtes Eis» oder einfach nur «Pech gehabt».


Wann reagiert Lüthi?

Als SCB-Geschäftsführer Marc Lüthi vor zwölf Monaten Larry Huras als Trainer entliess, hatte Bern acht Zähler mehr auf dem Konto. Nur schon deshalb ist die momentane Ruhe in der Chefetage nur schwer einzuordnen. Auf die Frage nach dem «weshalb» gibt es eigentlich nur zwei Antworten. Entweder ist Marc Lüthi nach wie vor felsenfest vom Trainer überzeugt und glaubt an eine positive Wende. Oder aber er will nicht wahrhaben, dass sein Entscheid, Törmänen zum Head-Coach zu machen, doch nicht der richtige war. Beim SC Bern scheinen sich im Moment alle wohlzufühlen. Trotz der miesen Punktausbeute. Erfolgreichere Zeiten dürften aber selbst mit diesem Klasse-Kader erst wieder anbrechen, wenn Marc Lüthi seinen Fehler einsieht und die Zukunft ohne Törmänen plant.

(Morgan Samuelsson)"

Was die arrivierten Spieler (Plüss, Rüthemann, Gardner, Jobin, etc.) betrifft, kann ich seine Aussage nicht nachvollziehen - die "Alten" sind im Vergleich zur Vorsaison meiner Meinung nach besser in Form. Auch finde ich nicht, dass die Jungen mit Feuer, also Berger, Vermin oder Scherwey zuwenig Gelegenheit bekommen, Spiele mitzubeeinflussen.

Punkto Herangehensweise an die Spiele bin ich aber voll bei Samuelsson - man müsste viel aggressiver zu Werke gehen! McSorley hat noch zu Huras' Zeiten mal gesagt, dass Bern 60 Minuten lang mit 4 starken Blöcken wie die Feuerwehr angestürmt kommt, und dass es schwer sei dagegen zu bestehen. Ich denke dorthin sollte unsere Mannschaft punkto Taktik zurück. Offensives Spektakel, auch wenn's dann zwischendurch trotzdem in die Hose geht, weil man hinten 3gg2 Situationen riskiert.
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Re: Pressemeldungen

Beitragvon orlando » Fr 26. Okt 2012, 12:34

Nicht schlecht..... Und bringt es auf den Punkt....

http://www.hockeyfans.ch/hintergrund/artikel/318
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Re: Pressemeldungen

Beitragvon Aeschbi » Fr 26. Okt 2012, 12:49

Für den SCB gilt: Liefern statt lafern
Von Reto Kirchhofer.

Es gab Gesprächsbedarf, vor allem wegen des schwachen Auftritts in Rapperswil. Nach der Rückkehr vom Obersee mussten die Spieler in der Postfinance-Arena nochmals aufs Eis, befohlenes Auslaufen stand auf dem Mitternachtsprogramm. Selbst der langjährige Profi Mark Streit hatte solch eine Situation noch nie erlebt.

In jener Nacht haben viele miteinander gesprochen, wie auch am Mittwoch und am Donnerstag – CEO Marc Lüthi mit den Spielern, Sportchef Sven Leuenberger mit Spielern und dem Trainerstab, die Trainer mit den Spielern et cetera. Headcoach Antti Törmänen sagt wohl stellvertretend für sämtliche Protagonisten: «Wir haben genug gesprochen, nun ist die Zeit der Umsetzung gekommen.»

Drei Niederlagen in Folge haben genügt, um die ausgezeichnet besetzte Mannschaft vom Kurs abzubringen und die Nervosität aus Teilen des Umfelds auf die Equipe zu übertragen. Einer, der sich durch die hohen Wellen der letzten Tage nicht aus der Ruhe bringen lässt, ist Marco Bührer. «Das gehört zu Bern. Verlierst du dreimal, gibt es Unruhe.» Der Torhüter hat schon einige Hochs und Tiefs erlebt; er weiss auch, dass er zurzeit wie das Gros seiner Mitspieler noch nicht konstant auf höchstem Niveau agiert.

«Es gilt, konzentriert zu bleiben», sagt Bührer und erwähnt, dass zurzeit auch wenig zu Berner Gunsten laufe. Dabei denkt er beispielsweise an das erste Gegentor vom Dienstag, als Ryan Gardner den Schuss Matteo Nodaris ablenkte. Eine Ablenkung der schönen Art erlebt Bührer dafür dieser Tage im Privatleben: Seine Ehefrau erwartet das zweite Kind. «Es kann jeden Moment so weit sein», sagt der Torhüter.

«Wie ein Playoff-Spiel»

Die Berner werden heute den Match am Strich gegen die achtklassierten Kloten Flyers mit derselben Aufstellung bestreiten wie die Partie in Rapperswil – der Schwede Nicklas Danielsson wird erneut überzählig sein. Er liess sich die Unzufriedenheit zumindest im gestrigen Training nicht anmerken. Andere wie Byron Ritchie vermochten diese schlechter zu kaschieren.

Der Kanadier – in Bestform gilt er als Motor des Teams – reagierte auf Fragen zur sportlichen Situation gereizt. Ritchie gilt als enorm ehrgeizig, hatte sich beispielsweise in der vergangenen Qualifikation trotz 43 Punkten in 47 Partien nicht ganz zufrieden gezeigt, weil er von sich einen Punkt pro Partie im Schnitt erwartet. «Demnach können Sie sich wohl vorstellen, wie ich mich zurzeit fühle», sagt der Kanadier.

Ritchie und die anderen Führungsspieler im Team sind gefordert und wollen heute die Wende zum Guten – oder zumindest zum Besseren – einleiten. «Wir werden mit viel Energie spielen», verspricht Antti Törmänen, «für uns ist diese Begegnung wie ein Playoff-Spiel.» Diese Aussage gilt im übertragenen Sinn auch für die Zukunft des Finnen in Bern. Selbst wenn die Klubführung explizit die Spieler in die Pflicht nimmt, dürfte Törmänen bei einem andauernden Tief nicht im Amt zu halten sein. Die Mannschaft erhält heute nochmals die Gelegenheit, ein Zeichen für sich und den Trainer zu setzen.

«Es kann nur Vollgas geben»

Törmänen weiss, dass er unter Druck steht; er wirkt weiterhin ruhig, ausgeglichen und sagt: «Niemand kann uns die guten Dinge wegnehmen, auch wenn diese in solchen Phasen in Vergessenheit geraten. Wir haben auch Positives gezeigt, es war und ist nicht alles schlecht.» Zu den positiven Erscheinungen zählt Tristan Scherwey.

Der Stürmer will heute mit gutem Beispiel vorangehen; der Freiburger gibt die Marschroute bekannt: «Es kann für uns nur Vollgas geben.» Und: «Es wurde genug gesprochen, nun gibt es definitiv keine Entschuldigung mehr.» Soll heissen: Liefern statt lafern.
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